Mit ihrem 2026 erschienenen Debut-Roman Liebesrot und leichenblasss hat mich Jule Grönefeld ausgezeichnet unterhalten. Hier paart sich Romantik mit Situationskomik.
Schon das Cover fand ich witzig und die laut Klappentext verheißenen Turbulenzen gab es reichlich. Der Schreibstil ist locker, dialogreich und humorvoll.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Karla, bereits 36 und noch Single, von Beruf Bibliothekarin. Im Zuge des Begräbnisses ihrer Tante verliebt sie sich in Konrad, den Bestatter. Als kurz nach der Tante auch noch der Onkel bei einem Unfall ums Leben kommt, packt sie die Gelegenheit beim Schopf, Konrad näher kennenzulernen. Da kommt ihr der Zufall zu Hilfe. Er benötigt ihre Hilfe und sie stürzt sich ins Abenteuer, begleitet ihn per Leichenwagen in die Schweiz.
Dieser Roadtrip gestaltet sich reich an Hoppalas, Situationskomik und unerwarteten Wendungen. Romantische Töne fehlen natürlich auch nicht. Während ihrer Fahrt lernen sie Erna kennen, die nach 60jähriger Ehe ihren Mann verlassen will. Mit der pfiffigen alten Dame an Bord wird die Handlung noch unterhaltsamer. Einfach köstlich sind die Aktionen des Trios! Mit ihrer Hilfe schmiedet Karla sogar einen Racheplan, als sie hinter Konrads Avancen unlautere Absichten wähnt.
Diesen Roman zu lesen, hat von der ersten bis zur letzten Seite Spaß gemacht. Was habe ich geschmunzelt und gelacht! Aber auch die romantischen Szenen genossen. Karla, Konrad und Erna sind unheimlich sympathisch, liebenswert und lebendig gezeichnet. Die anfangs wie ein graues Mäuschen wirkende, stille Karla entwickelt sich im Laufe des Abenteuers zu einer selbstbewussten, mutigen Frau, die mit Konrad einer glücklichen Zukunft entgegengeht.
Eine unbedingte Leseempfehlung!