Kristina Lunz und Düzen Tekkal stellen in ihrem Manifest zehn Forderungen auf, begründen diese, erläutern unter anderrem Hintergründe, Victim Blaming, Mysogynie im realen Leben und auch im Netz samt Deepfakes, Manosphere, Femizide, weitere Mißstände, Gesetzeslücken und erinnern an Fälle wie die von Collien Fernandes, Gisèle Pelicot und Jeffrey Epstein. Sehr interessant für mich waren historische Betrachtungen von Frauenaktionen (bspw. 1941 in Den Haag) und was daraus ohne Nennung der Frauen geworden ist oder auch die Unterschiede in europäischen und anderen Ländern bezüglich der kleinen Unterschiede in Gesetzestexten, die eine Strafverfolgung möglich machen und, wie hartnäckig genau dieses in manchen Ländern dieses ausgebremst wird. Mir hat die Sicht sehr gut gefallen, dass in Deutschland viel über Menschenrechte geredet wird, besonders, wenn es um weit entfernte Länder geht, ohne dass viele völlig ignorieren, dass auch in Deutschland die Frauen zu den Menschen zählen. Die 10 Forderungen um die entsprechenden Gsetzeslücken zu schließen sind sachlich ausgearbeitet, gut hinterfragt und erklärt. Hoffentlich werden noch viele die Petition unterschreiben, und weitere Frauen aufstehen um Position zu beziehen.
Das Buch soll auf- und wachrütteln; das macht es vorzüglich. DANKE dafür!