"Was wir von ihr wissen" von Rebecca Fallon ist ein Roman, der mich zum Teil etwas verwirrt hat. Das mag aber auch daran liegen, dass ich das Buch mit sehr vielen Unterbrechungen im Urlaub gelesen habe.
Die Zwillinge Viola und Sebastian sind noch klein, als ihre Mutter stirbt. Ihr Vater Al hat alle Erinnerungen an sie verbannt, da ihre Tätigkeit als Schauspielerin weitab der Familie ihm nicht gefallen hat. Er hätte es lieber gehabt, sie zu Hause an seiner Seite und nach der Geburt der Kinder als Mutter zu sehen. Erst als Viola und Sebastian erwachsen sind, fangen sie an Fragen zu stellen. Diesen weicht Al aus, aber für ihre Fans ist Susan nicht vergessen.
Der Roman wird in verschiedenen Zeitebenen (zwischen 1986 und n 2013) und aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Auch innerhalb der Zeiten wechseln die Perspektiven,, das allerdings ohne Ankündigung von einem Absatz zum anderen. Ich habe noch nie so viel zurückgeblättert wie in diesem Roman, um zu verstehen, aus wessen Sicht ich jetzt gerade lese. Manchmal war auch erst später für mich erkennbar, wer gerade erzählt. Eindeutige Überschriften und nicht nur Jahreszahlen wären schon hilfreich gewesen.. Ob es an meinen zahlreichen Unterbrechungen oder am Roman lag, kann ich nicht beurteilen. Ich werde dem Roman mit etwas Abstand noch einmal eine Chance geben, denn die Grundidee ist interessant und spannend. Al als Vater war nicht mein Lieblingscharakter, er hat seine eigenen Vorstellungen von Partnerschaft und zeigt wenig Verständnis für seine Frau, was durchaus in die damalige Zeit passt. Susan mochte ich dagegen sehr, sie macht ihr Ding, auch wenn sie selbst deshalb dauernd ein schlechtes Gewissen hat. Durch den dauernden Wechsel von Zeiten und Perspektiven (mir waren es zu viele) wurde mein Lesevergnügen allerdings geschmälert. Die Sprache hat mir gut gefallen, der Aufbau des Romans weniger.
Da der Roman aufgrund der Thematik durchaus Potential hat, bekommt er von mir trotz aller Kritik 3 Sterne!