Hans Hauge (geb. 1947) ist ein dänischer Literaturwissenschaftler, Essayist und Publizist. Er lehrte viele Jahre Englische und Amerikanische Literatur an der Universität Aarhus und gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Stimmen der dänischen Kultur- und Geistesdebatte. Bekannt wurde Hauge insbesondere durch seine pointierten Beiträge in großen dänischen Tageszeitungen wie »Jyllands-Posten«, »Berlingske Tidende« und »Kristeligt Dagblad«.
In seinen Arbeiten beschäftigt er sich vor allem mit Philosophie, Literatur, Theologie und Ideengeschichte. Früh vom Existenzialismus beeinflusst, setzte er sich später intensiv mit Denkern wie Jacques Derrida, Gilles Deleuze und Michel Foucault auseinander und trug poststrukturalistische Ansätze in die dänische Debatte hinein. Sein Werk verbindet philosophische Reflexion mit kulturkritischer Analyse und zeichnet sich durch einen essayistischen, oft polemischen Stil aus.