Komplexe Mischung aus Krimi und Fantasy
Die verschrobene Ermittlerin Ana Dolabra und ihr Assisten Dinios Kol stoßen bei ihrem zweiten Fall auf einen Vermisstenfall, der eigentlich undenkbar ist. Wie soll jemand aus einem abgeriegelten und bewachten Gebäude einfach so verschwinden? Bald entpuppt sich das Ganze als ein undurchsichtiger Mordfall. Der Täter scheint alles vorauszusehen und Ana gerät an ihre Grenzen...
Das Cover ist wieder richtig fantasievoll gestaltet. Der verschlungene Urwald zieht die Blicke auf sich und spielt auch eine größere Rolle.
Zum Einstieg ging es eine kleine Auffrischung, was ich toll finde, denn bei mehr als 200 (Hör-)Büchern im Jahr kann ich mir unmöglich alle Details und Namen merken. Es macht Spaß, Ana und Din beim Ermitteln über die Schultern zu schauen und mehr über den geheimnisvollen Schleier sowie die Leviathane zu erfahren. Dass Ana zunächst Schwierigkeiten hat und doch kein allwissendes Genie ist, lässt sie greifbarer wirken. Der Fall ist fesselnd und es gibt spannende Wendungen. Manchmal zieht sich die Handlung jedoch etwas und wirkt etwas wiederholend, denn was im ersten Band noch frisch und neu war, ist hier dann schon etwas abgenutzt. Was mich immens gestört hat, sind die auffällig vielen Fehler in diesem Buch. Währen statt wären, wir statt wie oder andersrum, fehlende Buchstaben oder Buchstaben zu viel, eine "unbewohnte" Stimme und noch viel mehr, das nicht durch bloße Tippfehler erklärt werden kann, vielleicht eine ganz komische Autokorrektur und/oder KI? Auf jeden Fall wird man ständig aus dem Lesefluss gerissen, was wirklich schade ist, denn die Geschichte ist inhaltlich gut. Beim ersten Teil kann ich das nicht beurteilen, den habe ich gehört, jedoch habe ich auch einige Rezensionen dazu gelesen, dass bereits dort eine Vielzahl an Fehlern entdeckt wurde - dass sicher der Verlag das beim zweiten Teil nochmals erlaubt hat, finde ich wirklich traurig. Ich habe noch kein einziges Buch ohne einen Fehler gelesen, was ja auch nicht schlimm ist, das kann immer mal passieren, doch solch eine hohe Menge ist keine gewissenhafte Arbeit.
Insgesamt gebe ich dem Inhalt 3,5 Sterne, weil es ab und zu schleppend vorangeht. Dem Lektorat gebe ich 0 Sterne. Ich freue mich auf den nächsten Teil mit dem ungewöhnlichen Ermittlungsteam und hoffe wirklich sehr, dass wieder richtig korrigiert wird!