
Im Alltag wirken Denkfehler selten wie Denkfehler. Sie treten als sichere Meinung auf, als schlüssiges Argument, als moralische Gewissheit oder als angeblich eindeutige Zahl. Wer sie erkennen will, braucht keinen Triumph des Besseren, sondern einen Prüfstand für Gründe: eine nüchterne Weise, Behauptungen nicht zu bewundern, sondern zu prüfen.
Dieses Buch erklärt die Grundlagen der Logik, die wichtigsten Fehlschlüsse und die typischen Ablenkungen in Gesprächen, Medien, Werbung und politischen Debatten. Es zeigt, warum Argumente schiefgehen, woran man das merkt und wo die Grenzen des eigenen Urteilens liegen. Dabei wird nicht so getan, als ließe sich jeder Irrtum im Vorübergehen vermeiden. Manche Fälle sind klar, andere umstritten, wieder andere nur mit Vorsicht zu beurteilen.
Der Blick bleibt auf dem Praktischen: auf Streitgesprächen, Nachrichten, sozialen Medien und Entscheidungen, die im Alltag tatsächlich anstehen. Keine formale Logik für Fachleute, keine Philosophie der Erkenntnis in voller Breite, sondern brauchbare Orientierung für ein realistischeres, saubereres Denken. Am Ende steht kein Wahrheitskompass, sondern ein belastbarer Maßstab: weniger Täuschung, mehr Klarheit, mehr Halt beim Urteilen.
Null Papier Verlag
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