Kurzweiliger Regiokrimi mit einer ganz besonderen Katze
Leah Meißner benötigt dringend einen Neubeginn. Da kommt die Übernahme des Steinmetzbetriebs ihres Opas gerade richtig. Doch die erhoffte ruhige Idylle an der Mosel will sich nicht einstellen, stattdessen muss sich Leah mit einer Leiche auf ihrem Grundstück und einem unbekannten Beobachter herumschlagen. Zum Glück stehen ihr ihre Nachbarin Inge und der sympathische Jack zur Seite, mit denen sie eigene Nachforschungen betreibt. Doch die Amateurermittler hätten ohne Glückskatze Merle keine Chance ...
Das Cover passt wunderbar zur Geschichte, der schöne Ausblick auf die Mosel am Baum vorbei und natürlich die Glückskatze greifen wichtige Themen des Krimis auf.
Der Einstieg mit Fokus auf die Mördereiche ist gelungen und macht neugierig. Der Schreibstil ist flüssig, die Beschreibung der malerischen Umgebung macht Lust, die Gegend selbst zu besuchen. Die Protagonisten sind bunt gemischt, z. B. Leah ist sympathisch und ein bisschen naiv, Jack zunächst undurchsichtig und ein bisschen drüber, aber alle authentisch. Am besten hat mir der Umgang mit Merle gefallen, wie sie alle in eine höhere Tonlage verfallen, wenn sie mit ihr sprechen - wie man das halt so macht als Katzenmensch. :D Die Perspektive des Täters ist interessant und schön kurz gehalten, sodass man immer ein bisschen im Dunkeln bleibt. Es gibt einige falsche Fährten, was die Spannung konstant oben hält und es wird nie langweilig. Außerdem ist die Auflösung am Ende logisch und befriedigend, der kleine Cliffhanger deutet eine Fortsetzung an. Die Idee mit Merle war ausschlaggebend, dass ich die Geschichte lesen wollte und ich wurde nicht enttäuscht.
Ich habe Grabsteingeflüster gerne gelesen und über den Hinweis, dass das Ermittlerquartett noch weitere Fälle bekommt, habe ich mich sehr gefreut. 4 Sterne