
Er erfand den Computer. Allein, ohne Budget, im Wohnzimmer seiner Eltern.
Konrad Zuse war einer der faszinierendsten und am meisten übersehenen Erfinder des 20. Jahrhunderts. Während große Forschungsteams in den USA und Großbritannien mit Millionenbudgets an riesigen Rechenmaschinen arbeiteten, saß ein junger Ingenieur in Berlin-Kreuzberg und baute mit Geduld, Eigenfinanzierung und ein paar Freunden etwas, das die Welt für immer verändern würde.
Dieses Buch erzählt sein Leben in ruhiger, erzählerischer Sprache zum Lesen beim Einschlafen.
Du erlebst, wie Zuse als eigenwilliger Bastler aufwächst, der Städte auf Papier entwirft, statt Fußball zu spielen. Du begleitest ihn durch die Z1 eine mechanische Rechenmaschine aus Blechstreifen, die im Wohnzimmer seiner Eltern entstand und im Krieg zerstört wurde. Du siehst, wie er 1941 mit der Z3 den ersten funktionierenden programmierbaren Computer der Welt baut ohne es damals zu wissen. Und du verfolgst die dramatische Flucht mit der Z4 durch ein zusammenbrechendes Deutschland. <
Und du verstehst, warum dieser stille Mann trotz seiner Leistung jahrzehntelang im Schatten amerikanischer Konkurrenten stand: weil er im falschen Land, zur falschen Zeit, und allein arbeitete.
Konrad Zuse starb 1995. Sein Name fehlt in vielen Geschichtsbüchern. Dabei läuft jedes Gerät, auf dem du diese Zeilen liest, auf einem Prinzip, das er zuerst erdachte.
Teil der Reihe "Giganten des Geistes"
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