
Wie können sich Menschen in einer zunehmend diversen und stratifizierten Gesellschaft begegnen? Franziska Seise adressiert aus einer Perspektive der Psychologischen Anthropologie die Herausforderungen und (Un-)Möglichkeiten in Patenschaften mit geflüchteten Kindern. Dabei verknüpft sie das ambivalente gesellschaftliche Klima eines restriktiven Migrationsregimes mit der prekären Engagementlandschaft Deutschlands sowie den Anstrengungen, die sich entlang divergierender Erwartungen, Erziehungsideale und Verhaltensmaximen entfalten können. Als ungewöhnliche Beziehungskonstellation erfordern Patenschaften eine besondere Form der Affektbewältigung, die kontinuierlich der gemeinsamen Reflexion bedarf.
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