Chih kehrt nach Jahren zur Abtei der Singenden Hügel zurück. Und schnell wird deutlich, dass Heimkehr nicht bedeutet, an einen unveränderten Ort zurückzukehren.
Mammoths at the Gates ist eine melancholische Novelle über Verlust, Erinnerung und die Menschen, die wir nach Jahren wiedersehen und trotzdem nicht mehr ganz so kennen wie früher. Alte Freundschaften haben sich verändert, vertraute Orte sind nicht mehr dieselben und zwischen all dem steht die Erinnerung an einen Menschen, den verschiedene Personen auf ganz unterschiedliche Weise gekannt haben.
Besonders gefallen hat mir wieder Nghi Vos Umgang mit Geschichten und Erinnerung. Mit erstaunlich wenigen Worten lässt sich die Welt rund um die Abtei der Singenden Hügel erahnen und wirkt dabei viel größer, als es die Novelle selbst vermuten lässt. Die Neixin, die Geschichten bewahren und Erinnerungen festhalten, gehören für mich ohnehin zu den besonderen Elementen dieser Reihe. Zahlreiche Tugenden ist mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben.
Diese vierte Geschichte ist für mich die bisher melancholischste der Reihe. Sie erzählt weniger von großen Abenteuern als davon, was Zeit mit Menschen macht und wie sich Heimkehr anfühlen kann, wenn man selbst nicht mehr derselbe ist wie beim Aufbruch.
Eine kleine, besondere Fantasygeschichte über das Erinnern, das Loslassen und die Geschichten, die von einem Menschen bleiben.