
Wem gehört die Natur und was schulden wir ihr, wenn wir sie nutzen oder ausbeuten? Lässt sich der Verlust an Biodiversität in Geldwerten bemessen? Haben Tiere, Pflanzen oder gar Flüsse eigene Rechte und welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Ist der Mensch Teil der Natur -- und was, wenn nicht?
Dieser interdisziplinäre Tagungsband versammelt Beiträge einer Veranstaltung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien (März 2026). Renommierte Expertinnen und Experten aus Philosophie, Rechts- und Politikwissenschaft, Ökonomie sowie der Biodiversitäts- und Klimaforschung beleuchten den Wert der Natur aus unterschiedlichen Perspektiven von der Eigenrechtsfähigkeit nichtmenschlicher Naturwesen über die ökonomische Bewertung von Ökosystemleistungen bis zu den politischen Folgen des Biodiversitätsverlusts und den damit zusammenhängenden Forderungen nach globaler Gerechtigkeit.
Abgerundet wird der Tagungsband durch das Transkript einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion zur Zukunft des EU Green Deal im Kontext aktueller politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen in Europa.
Der Band richtet sich an Forschende, Studierende und Praktiker:innen aus Umweltrecht, Ökologie, Philosophie, Politikwissenschaft und Nachhaltigkeitsforschung. Die Publikation erscheint Open Access und steht damit der interessierten Öffentlichkeit frei zur Verfügung.
Veranstalter der Tagung: Österreichische Akademie der Wissenschaften.
Inhaltsverzeichnis
Podiumsdiskussion: Brauchen wir einen neuen Green Deal und wenn ja, welchen? . -
Philosophische Perspektiven. -
Ist der Mensch noch Teil der Natur und was, wenn nicht? . - Verlust und Schutz von Biodiversität: Ethische Perspektiven. - Die Bewertung pflanzlichen Lebens eine philosophische Perspektive. -
Biodiversität aus politikwissenschaftlicher Sicht. -
Wem gehört das Meer und wie erhält man seine Biodiversität? . - Unzureichende Green New Deals: Imperiale Lebensweise und die Attraktivität der Externalisierung von Umweltkosten. - Neue Finanzierungsinstrumente für die Erhaltung der biologischen Vielfalt. -
Die ökonomische Bewertung der Natur. -
Die historische Entwicklung der ökonomischen Bewertung der Natur. - Ökosystemleistungen als Entscheidungsgrundlage: Neue Wege zu naturverträglicher Politik. - Ästhetisch-symbolisch wertgeschätzte Natur ist kein Ökosystem. Zur Kritik des Konzepts der kulturellen Ökosystemleistungen. - Warum ein transformativer Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft die Voraussetzung für den Erhalt der Biodiversität ist. -
Rechtswissenschaftliche Perspektiven. -
Ansätze zur Verankerung der Natur als Rechtssubjekt im internationalen und österreichischen Recht. - Herausforderungen für ein zukunftsfähiges Naturschutzrecht in Europa. - Die Rechte indigener Völker und ihre Funktion für die Biodiversität. -
Biodiversität, Klima und globale Gerechtigkeit. -
Gerechtigkeit und Glück: Unterschätzte Gründe für die Bewahrung der biologischen Vielfalt. - Klimawandel und Biodiversitätskrise zwei Seiten einer Medaille. - Die Rolle der Biodiversität im Übergang zu einer klimagerechten Gesellschaft.
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