
Als die neuen Machthaber nach 1933 verlangten, die wissenschaftliche Forschung am Weltbild des Nationalsozialismus auszurichten, bemühten sich unterschiedliche Philosophen, dieser Forderung zu entsprechen. Aus ihren jeweiligen theoretischen Voraussetzungen heraus suchten sie den Nationalsozialismus philosophisch zu legitimieren. Eine besondere, bislang jedoch kaum beachtete Rolle spielte dabei die sogenannte »Deutsche Philosophie« bzw. der Deutsche Idealismus. Sebastian Bandelin zeigt, dass es sich hierbei nicht lediglich um eine Anpassung an veränderte politische Machtverhältnisse handelte. Vielmehr beruhte sie auf einem Philosophieverständnis, das über Jahrzehnte hinweg entwickelt und bereits lange vor 1933 in völkischer Perspektive gedeutet worden war.
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