An einem stillen Waldbrunnen begegnet der Erzähler einem eigenwilligen jungen Mädchen ein Naturkind von wilder Anmut, das fernab der bürgerlichen Welt aufwächst. In Adalbert Stifters später Erzählung "Der Waldbrunnen" verfolgt der Dichter, wie sich aus diesem ungebändigten Wesen unter geduldiger Zuwendung ein gereifter, edler Mensch entwickelt.
Feinfühlig und in leuchtenden Naturbildern erzählt Stifter von Herkunft und Bildung, von der stillen Kraft der Zuwendung und dem "sanften Gesetz", das auch hier Natur und Menschenwerden verbindet. Eine zarte, nachdenkliche Erzählung aus dem Spätwerk des großen Realisten.
Hans Jochim Schmidt liest die vollständige Erzählung, ungekürzt, rund 1 Stunden.