Diese Serie von der Erfolgsschriftstellerin Viola Maybach knüpft an die bereits erschienenen Dr. Laurin-Romane von Patricia Vandenberg an.
Die Familiengeschichte des Klinikchefs Dr. Leon Laurin tritt in eine neue Phase, die in die heutige moderne Lebenswelt passt.
Da die vier Kinder der Familie Laurin langsam heranwachsen, möchte Dr. Laurins Frau, Dr. Antonia Laurin, endlich wieder als Kinderärztin arbeiten. Somit wird Antonia in der Privatklinik ihres Mannes eine Praxis als Kinderärztin aufmachen.
Damit ist der Boden bereitet für eine große, faszinierende Arztserie, die das Spektrum um den charismatischen Dr. Laurin entscheidend erweitert.
Die zwölfjährige Kyra Laurin war auf dem Weg zur Schule. Sie achtete nicht auf ihre Umgebung, denn es gab vieles, worüber sie nachdenken musste: ihren besten Freund Peter zum Beispiel, der hochbegabt war, aber trotzdem nicht auf eine Schule gehen wollte, wo er besonders gefördert werden konnte; ihre älteren Geschwister, die Zwillinge Kaja und Konstantin, die im nächsten Jahr ihren achtzehnten Geburtstag feiern und dann erwachsen sein würden; ihre Eltern, die beide Ärzte waren, aber alles stehen und liegen ließen, wenn es um ihre Kinder ging - und über ihren zwei Jahre älteren Bruder Kevin, mit dem sie sich besser verstand, als mit den Zwillingen, was vielleicht auch daran lag, dass sie vom Alter her näher beieinander waren. Kevin, der Abenteurer und Freigeist, ließ sich nicht gern Vorschriften machen, und so geriet er immer mal wieder in Schwierigkeiten. Er war völlig furchtlos, sie bewunderte ihn sehr. »Jetzt warte doch mal! «, rief eine bekannte Stimme hinter ihr. Sie drehte sich um, erstaunt und verwirrt: Es war Kevin, an den sie gerade noch gedacht hatte! Kevin, der immer erst in letzter Sekunde in der Schule eintraf, während sie morgens immer die Erste war, die das Haus verließ. »Wieso bist du denn schon auf dem Weg? «, fragte sie, denn Kevin hatte, als sie gegangen war, noch im Bett gelegen - oder nicht? Er quälte sich morgens immer sehr mühsam aus dem Bett und nutzte jede Sekunde Schlaf, die er bekommen konnte, denn er blieb in der Regel bis in die Morgenstunden wach. Er war eine typische >Eule<, morgens müde und abends, bis in die Nacht, hellwach. Alle Versuche, sich selbst >umzuerziehen<, waren gescheitert. Deshalb raste er jeden Morgen in letzter Sekunde ohne Frühstück in die Schule und schaffte es in der Regel gerade noch, rechtzeitig vor Beginn der ersten Stunde auf seinem Platz zu sitzen. »Ich muss noch was erledigen«, keuchte er, als er sie erreicht hatte. »Was denn? «, fragte Kyra. Er grinste verlegen. »Abschreiben«