Die Feldtheorie zählt zu den innovativsten psychoanalytischen Theorien. Sie betrachtet die Behandlung nicht als isolierte Zweierbeziehung, sondern als offenes Feld, in dem sich bewusste und unbewusste Kräfte verschränken. Damit bietet sie einen fruchtbaren Zugang, um therapeutische Prozesse neu zu verstehen und praktisch zu gestalten.
Erstmals präsentieren deutschsprachige Autor*innen, wie Feldtheorien praktisch genutzt werden können. Anhand anschaulicher Fallbeispiele wird deutlich, wie sich dieses Denken in Einzel-, Paar- und Familientherapien ebenso anwenden lässt wie in Gruppen und institutionellen Kontexten. Verknüpft mit Konzepten wie dem szenischen Verstehen oder dem analytischen Dritten bietet das Buch konkrete Anregungen für die tägliche Praxis und macht das Potenzial feldtheoretischer Ansätze erfahrbar.
Mit Beiträgen von Danielle Bazzi, Marco Conci, Jürgen Maurer, Dietmut Niedecken, Johannes Picht, Peter Potthoff, Thomas Stadler, Jens L. Tiedemann und Herbert Will
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort
Werner Bohleber
Vorwort
Herbert Will, Peter Potthoff & Ju rgen Maurer
Überblick
Psychoanalytische Feldtheorien. Geschichte Struktur Anwendungsmöglichkeiten
Peter Potthoff
Einheit und Zweiheit im Feld. Das analytische Paar und das Dritte
Ju rgen Maurer
Szenisches Verstehen im Feld
Herbert Will
»Wenn das Feld die Krankheit einfängt«. Intersubjektive Kollusionen in der post-bionianischen Feldtheorie
Jens L. Tiedemann
Konkretionen
Dem Unaussprechlichen zum Ausdruck verhelfen. Die narrative Funktion des psychoanalytischen Feldes
Thomas Stadler
Mein Feldmodell anhand einer klinischen Vignette. Zwei Italiener in Mu nchen
Marco Conci
Unbewusste Kommunikation. Eine feldtheoretische Perspektive
Herbert Will
Das Paar und das Dritte der Beziehung. Feldtheoretische Überlegungen zur Psychoanalytischen Paartherapie
Ju rgen Maurer
Feldtheorie und Gruppenanalyse/-therapie
Peter Potthoff
Grundfragen
Feld und Subjekt
Johannes Picht
Aus Kurt Lewin wird Maurice Merleau-Ponty . Überlegungen zu einer Ersetzung in
»Die analytische Situation als dynamisches Feld« von Madeleine und Willy Baranger
Danielle Bazzi
Merleau-Ponty und Lorenzer Zur Verschränkung von Feld und Szene
Dietmut Niedecken
Der szenisch bevölkerte Raum. Fleisch und Chiasmos als Tiefendimension der sozialen Matrix
Dietmut Niedecken