London, neun Jahre nach dem Tod seiner Frau: Der britische Semitist und Dämonologe Malachi Fenwick hat sich ein Leben aus Fußnoten, Fachliteratur und stiller Trauer gebaut, bis ein mitternächtlicher Anruf aus dem Irak es zerschlägt. Ein geborstenes Messinggefäß im Sand von Babylon trägt eine Gravur, die Fenwick zu gut kennt: das Siegel, mit dem König Salomo einst zweiundsiebzig Dämonen band. Gemeinsam mit der Archäologin Dr. Amira Suleiman folgt Fenwick einer Spur, die von einem geheimen Orden in den Bergen Jordaniens über die versunkene Ruinenstadt Iram bis in die Tiefen des Tempelbergs führt. Sein ältester Freund scheint ihnen dabei immer einen Schritt voraus - besessen von einem Fürsten der Hölle, der Fenwicks tiefste Trauer als Waffe gegen ihn kennt. Jede Handschrift, jedes Ritual, jede Jahrtausende alte Warnung bringt ihn näher an eine Entscheidung, die vor ihm niemand überlebt hat: das Gefäß wieder zu verschließen, und dafür alles zu opfern, wofür er neun Jahre lang zu leben gelernt hat. Zwischen echten Talmud-Traktaten, der Clavicula Salomonis und den Ruinen dreier Jahrtausende entfaltet sich ein Okkultthriller von schwindelerregender Gelehrsamkeit und gnadenlosem Tempo. Für Leser*innen, die Umberto Ecos Belesenheit ebenso lieben wie Dan Browns Atemlosigkeit, und die sich, einmal versiegelt, nie mehr ganz sicher sein werden, was tatsächlich verschlossen blieb.