1961 reist die 18-jährige Ulrike zu einem Sprachkurs ins sommerliche Cannes - und kehrt schwanger zurück. Auf Drängen ihrer Eltern geht sie eine Scheinehe ein, die bald zerbricht. Für einen Neuanfang folgt sie dem sephardischen Geschäftsmann Adem nach Istanbul. Während die Kinder Barbara und Danyal dort Wurzeln schlagen, verliert Ulrike zunehmend den Halt und sucht Trost im Alkohol. Vierzig Jahre später erinnert sich Barbaras Tochter Charly an ein Leben zwischen Mutter und Großmutter, die bis zuletzt nicht mehr miteinander gesprochen haben. Auf der Suche nach dem verschwundenen Onkel Danyal beginnt sie zu begreifen, wie sehr die Konflikte der vorherigen Generationen in ihr fortwirken.
Ein eindrucksvolles Debüt über Mütter und Töchter - und die Frage, welche inneren Konflikte tatsächlich die eigenen sind und wessen Gefühle wir eigentlich in uns tragen.
Jennifer Segebrecht erzählt mit großer Sensibilität von drei Frauen, die aneinander leiden und wachsen.