Der junge Graf Friedrich fährt den Strom hinab ins Leben und Eichendorffs erster Roman (1815) wird zur großen Bestandsaufnahme einer zerrissenen Zeit. Zwischen Residenzen und Wäldern, Liebeswirren um die rätselhafte Rosa und die verkleidete Erwine, Gesellschaftssatire und Kriegswirren sucht Friedrich nach einem Leben, das Bestand hat und findet es am Ende jenseits der Welt.
Geschrieben im Schatten der Napoleonischen Kriege, ist "Ahnung und Gegenwart" das romantische Zeitbuch schlechthin: voller Lieder, die zu Eichendorffs berühmtesten wurden (hier steht erstmals "O Täler weit, o Höhen"), voller Waldeinsamkeit und Aufbruch. Wer den "Taugenichts" liebt, findet hier dessen großen, ernsten Bruder.
Hans Jochim Schmidt liest den vollständigen Roman, ungekürzt.