
Annie Ernaux' autosoziobiographische Formen: Eine Analyse des spannungsreichen Verhältnisses von Sozialem und Persönlichem in einer materialistischen Poetik.
Annie Ernaux' autosoziobiographische Formen legen gesellschaftliche Widersprüche im subjektiv Erlebten frei. Das vermittelte Verhältnis von Sozialem und Persönlichem, insbesondere wie es Pierre Bourdieu und Simone de Beauvoir herausgearbeitet haben, ist für sie entscheidend. Darüber hinaus knüpft die Dezentrierung des Subjekts an Michel Leiris' autobiographische Schriften und das Denken Michel Foucaults an. Sarah Carlotta Hechlers Analyse von Ernaux' materialistischer Poetik zeigt auf, inwiefern sich die Selbstverständlichkeit des Gegebenen in verschiedenen Schreibformen retrospektiv als fragwürdig erweist.
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