
Wie werden Demenz und Gottesdienst im Pflegeheim wechselseitig hervorgebracht? Auf ethnografischer Grundlage analysiert Katharina Krause liturgische, seelsorgliche und pflegerische Praktiken als sozio-materielles Aushandlungsgeschehen. Sie zeigt, wie professionelle Routinen Teilhabe eröffnen, zugleich aber auch Vulnerabilität stabilisieren. Menschen mit Demenz irritieren diese Ordnungen immer wieder - und eröffnen neue Formen geteilter »responseAbility«. Theoretisch verbindet der Ansatz interaktionistische, praxistheoretische, dispositivkritische und ereignistheoretische Zugänge. Die Ergebnisse leisten so einen innovativen Beitrag zu einer kritisch-reflexiven Spiritual Care, die Theologie, Soziologie, Kultur- und Pflegewissenschaft ins Gespräch bringt.
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