Karneval in Rom: Die Näherin Giacinta und der Schauspieler Giglio geraten in einen Maskenwirbel, in dem nichts bleibt, was es scheint eine Prinzessin aus Äthiopien, ein zauberkundiger Scharlatan, ein Prinz, der vielleicht Giglio selbst ist. Traum und Bühne, Ich und Spiegelbild tanzen durcheinander, bis die Verwandlung glückt: durch Humor.
Hoffmanns "Capriccio" (1820), inspiriert von Callots Stichen, ist sein tollkühnstes Buch geliebt von Baudelaire, gerühmt als Gipfel romantischer Ironie. Ein Maskenspiel über die Kunst, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Hans Jochim Schmidt liest das vollständige Capriccio, ungekürzt.