"Ich bin Deutscher und ich bin Jude, eines so sehr und so völlig wie das andere, keines ist vom anderen zu lösen." 1921, auf dem Höhepunkt seines Ruhms, zieht Jakob Wassermann die Bilanz eines Lebens zwischen zwei Identitäten: die fränkische Kindheit, der Weg zum gefeierten Romancier und die Erfahrung, als Jude in Deutschland niemals ganz anzukommen, gleich, was er leistet.
Das schmale Buch ist eines der hellsichtigsten Selbstzeugnisse des deutschen Judentums vor der Katastrophe: bekenntnishaft, bitter, von beklemmender Prophetie und zugleich ein großes Stück Prosa. Hans Jochim Schmidt liest die vollständige Autobiographie, ungekürzt.