Mathias Müller untersucht erstmals die konkrete Theaterpraxis von Simulationspatient:innen genauer. Anhand beobachteter Simulationen zeigt er, wie diese dazu dienen, angehende Mediziner:innen zu Semiotiker:innen auszubilden. Die Simulationen codieren Krankheiten und Emotionen mittels Zeichen, die wiederum korrekt gedeutet werden müssen. Die Mediziner:innen müssen ihrerseits letztlich selbst in gewissem Maße schauspielern, um im Kontakt mit den Patient:innen gemäß deren Behandlungswünschen auf diese einwirken zu können. Dr. Dr. Mathias Müller ist Theaterwissenschaftler und Arzt und arbeitet zurzeit in der Schmerzmedizin.