Bewegende Geschichten voller Wärme, Menschlichkeit und romantischer Spannung - eingebettet in die einzigartige Atmosphäre des Schwarzwalds.
Im Schwarzwaldtal Ruhweiler ist Dr. Matthias Brunner weit mehr als nur ein Arzt. Gemeinsam mit seiner Frau Ulrike und Schwester Gertrud steht er den Menschen in jeder Lebenslage zur Seite - bei Krankheit, familiären Krisen oder den großen Fragen des Lebens und des Herzens. Während in der Landarztpraxis täglich neue Sorgen und Schicksale aufeinandertreffen, geraten auch die Bewohner des idyllischen Tales immer wieder in Situationen, die ihr Leben verändern. Zwischen traditionsreichen Familienbetrieben, geheimen Ängsten und unerwarteten Begegnungen entstehen große Gefühle, neue Hoffnungen und mutige Neuanfänge. Ob Liebe auf den ersten Blick, zerbrechendes Vertrauen oder lange verdrängte Sehnsüchte - in Ruhweiler liegen Glück und Schmerz oft nah beieinander.
»Da kommt er«, sagte Ulrike Brunner zu ihrem Mann. Sie stand in gebeugter Haltung vor dem niedrigen Stubenfenster des alten Schwarzwaldhauses. Lump, der Jagdhund des Arztehepaars, drängte seinen großen Kopf neben ihren blonden Lockenschopf, um auch einen Blick nach draußen zu erhaschen. Als ein schwarzer Sportwagen auf den Patientenparkplatz fuhr, begann er, freudig zu bellen. »Hat er Frau Konzack mitgebracht? «, fragte der Landarzt, der am Tisch sitzen blieb. »Das kann ich noch nicht erkennen«, murmelte Ulrike. »Jetzt steigt er aus. Wie gut er wieder aussieht, unser Sohnemann«, fügte sie voller Stolz hinzu. Der junge Mann mit den langen Locken ging um den Wagen herum zur Beifahrertür. In der lässigen Jeans, zu der er ein einfaches weißes Shirt und Bikerstiefel trug, sah man Thorsten Brunner nicht an, dass er mit seinen dreißig Jahren schon ein international anerkannter Konzertdirigent war. »Ja, Nicole Konzack ist mitgekommen«, informierte die Landarztfrau nun ihren Mann. Die junge Frau, die aus dem Auto stieg, war groß und schlank. Viel zu schlank. Mit dem hellblonden Haar und der hellen Haut machte sie einen geradezu zerbrechlichen Eindruck, zu dem das weiße Sommerkleid, das ihre biegsame Figur wie ein Schleier umwehte, noch beitragen mochte. »Man sieht schon von Weitem, dass sie völlig erschöpft ist«