Boxen kann mehr als nur Muskeln trainieren - als Therapie hilft es Menschen, psychische, soziale und körperliche Herausforderungen zu überwinden. Die beiden Autor:innen haben die Bereiche Psychologie, Traumapädagogik und Boxsport verknüpft und daraus ein erfolgreiches Konzept für das Boxen als Therapie entwickelt. Es lässt sich in der Traumatherapie, in der Geriatrie, in Psychosomatik-Kliniken oder in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und schwer erkrankten Patient:innen wirkungsvoll einsetzen. Mit fundiertem Fachwissen, einfühlsamen Fallbeispielen und konkreten Übungsanleitungen wird in diesem Buch gezeigt, wie Boxen im therapeutischen Setting Körperwahrnehmung, Selbstwirksamkeit und neuen Lebensmut fördern kann.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt
Ein Wort zuvor. 8
1 Warum therapeutisches Boxen helfen kann:
Nutzen und Wirksamkeit. 10
1. 1 Abgrenzung zum Boxen als Sport. . 11
1. 2 Weshalb therapeutisches Boxen nicht aggressiv macht:
Aggressionsmythen und ethische Grenzen. . 12
1. 3 Zentrale Wirkmechanismen und empirische Befunde. . . . . . . . . . . . 14
1. 3. 1 Kohärenzsinn. . 15
1. 3. 2 Körperwahrnehmung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
1. 3. 3 Emotionsregulation. . 17
1. 3. 4 Selbstwirksamkeit. . 18
2 Was im Körper passiert:
Neurobiologisches Hintergrundwissen. 20
2. 1 Nervensystem und vegetative Regulation. . 20
2. 2 Aktivierung und Sicherheit: Das Toleranzfenster. . 22
2. 3 Zentrale Hirnstrukturen für Emotion und Stress. . 23
2. 4 Neuroplastizität: Lernen durch Erfahrung. . 24
2. 5 Bilaterale Hemisphärenstimulation. . 26
2. 5. 1 Integrative neurobiologische Wirkmechanismen. . . . . . . . . . . . . . . . 26
2. 5. 2 Bilaterale Bewegungsorganisation im therapeutischen Boxen. . . . . . 28
3 Warum es mehr als Box-Technik braucht:
Therapeutische Grundprinzipien und Gestaltungselemente. 31
3. 1 Therapeutische Haltung und Beziehung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
3. 1. 1 Bedürfnisorientierung. . 31
3. 1. 2 Ressourcenaktivierung. . 34
3. 1. 3 Bindungsarbeit. . 34
3. 1. 4 Persönliche Voraussetzungen bei Boxtherapeut:innen. . . . . . . . . . . . 37
3. 2 Therapeutische Gestaltungselemente. . 38
3. 2. 1 Achtsamkeit als Steuerungsinstrument. . 38
3. 2. 2 Atmung, Psyche und Regulation. . 39
3. 2. 3 Embodiment und Körperfeedback. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
3. 2. 4 Arbeit mit Metaphern: Zusammenhänge erkennen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
3. 2. 5 Psychoedukation. . 45
4 Wann therapeutisches Boxen (nicht) geeignet ist:
Indikationsstellung, Grenzen und Kontraindikationen. 47
4. 1 Grundsätzliche Indikationsbereiche. . 47
4. 2 Spezielle Anforderungen bei einzelnen Störungsbildern. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
4. 2. 1 Traumafolgestörungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
4. 2. 2 Wut und Impulsdurchbrüche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
4. 2. 3 Demenz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
4. 2. 4 Suchterkrankungen. . 65
4. 2. 5 Onkologische und andere lebensbedrohliche Erkrankungen. . . . . . . . . . . . . . 67
4. 2. 6 Funktionale Indikationsbereiche ohne formale Diagnose. . 69
4. 3 Kontraindikationen. . 70
4. 3. 1 Akute psychiatrische Störungen. . 70
4. 3. 2 Bestimmte somatische Beschwerden. . 71
5 Womit wir arbeiten:
Methodik und Setting . 72
5. 1 Der sichere Stand als Grundlage. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73
5. 2 Grundtechniken des Boxens. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74
5. 2. 1 Gerader Schlag (Jab / Cross). . 74
5. 2. 2 Haken. . 75
5. 2. 3 Einfache Schlagserien. . 75
5. 2. 4 Rückführung und Deckung. . 76
5. 3 Materialien. . 76
5. 3. 1 Bandagen und Sandsackhandschuhe. . 77
5. 3. 2 Wandschlagkissen und Boxsack. . 78
5. 3. 3 Doppelendball. . 80
5. 3. 4 Boxpratzen. . 82
5. 3. 5 Schwimmnudeln. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
5. 4 Beispielablauf einer Sitzung. . 87
5. 4. 1 Selbstreflexion und Einstiegsphase. . 87
5. 4. 2 Aufwärmphase. . 88
5. 4. 3 Boxphase. . 89
5. 4. 4 Atemregulation. . 89
5. 4. 5 Reflexion nach jeder Sequenz. . 90
5. 4. 6 Ressourcenfokus und Stärkenbenennung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90
6 Wie therapeutisches Boxen p