Der Krieg beginnt nicht mit einem großen Bild. Er beginnt mit Regen, nassen Uniformen, ausgegebener Munition und Männern, die am Straßenrand auf einen Befehl warten. Als Hauptmann Friedrich Heller seine 6. Kompanie im September 1939 über die Grenze führt, besteht der Verband noch aus einer klaren militärischen Ordnung. Doch schon die ersten Gefechte zeigen, wie schnell Ordnung im Feuer zerfällt. Ein Bahndamm wird zur Todeszone. Ein Wald verschluckt ganze Gruppen. Ein einziger Panzer kann einen Vormarsch stoppen. Heller muss führen, obwohl er längst verstanden hat, dass kein Befehl die Unberechenbarkeit des Gefechts beseitigt. An seiner Seite stehen Feldwebel Wilhelm Brenner, Kappel, MG-Schütze Klose, Voss sowie die Pak-Männer Hartung und Stein. Was sie zusammenhält, ist weniger Pathos als die Gewissheit, dass im nächsten Feuerüberfall jeder auf den anderen angewiesen sein kann. Der Weg führt über die Kämpfe an der Bzura und Kutno bis vor Warschau. Artillerie zerreißt Stellungen, MG-Feuer legt Straßen unter Beschuss, Pak-Bedienungen gehen gegen Panzer vor, und im Häuserkampf wird jeder Hof, jede Mauer und jeder Friedhof zu einem eigenen Schlachtfeld. GRENZFEUER ist kein Roman über saubere Siege. Er erzählt vom ersten Feldzug einer Division und davon, was Krieg mit Menschen macht, lange bevor sie selbst begreifen, wie sehr er sie verändert hat. Band 1 der Reihe INFANTERIE-DIVISIONEN - ein harter, dichter Kriegsroman über den Polenfeldzug 1939.