Dass Lüneburg gar nicht in der Heide liegt, sondern außerhalb des offiziellen Naturparks, muss niemanden irritieren. Denn die quicklebendige Universitäts- und uralte Handelsstadt an der Ilmenau ergänzt das Landschaftsjuwel nebenan auf das Allerbeste: Urbane Vielfalt hier, Magie der Natur dort dass beides so nah beieinander liegt, verlockt zu jenem kunterbunten Strauß an Mikroabenteuern, den dieses Buch offeriert. Es lädt ein zur Entdeckung alter Handwerke, origineller Museen und Geschäfte, zum Erforschen naturkundlicher Lehrpfade, zum Tête-à-Tête mit Heidschnucken, aber auch mit Hängebauchschweinen, Sibirischen Tigern oder mit gar nicht so störrischen Eseln. Zur Erforschung eines Moors mit fleischfressenden Pflanzen oder zum Rendezvous mit Sprechenden Laternen in Celle. Es führt zu einer Totenstadt, in der es einen Jenseitskult gab, der älter ist als der des alten Ägyptens. Oder Kontrast gleich nebenan zu einer Gedenkstätte für die Rosinenbomber , die 1947 Berlin versorgten. Eine Wundertüte? Ja, wenn man nur genau hinschaut. Willkommen in Lüneburg und in der Lüneburger Heide!