Auf dem Grabmal des bedeutendsten Arztes der Antike, Hippokrates von Kos (ca. 460 - ca. 380 v. Chr.), stand zu lesen: Zahlreiche Krankheiten hat er bezwungen, nicht durch Glück, sondern durch seine Kunst. Ihm verdanken die Patienten, dass er die Heilkunst von magischen und anderen obskuren Praktiken befreit, die Medizin als Wissenschaft etabliert, den Kranken als eigenständige Größe ins Zentrum seiner Bemühungen gerückt und sich eidlich verpflichtet hat, alles zu tun, um ihm zu helfen, und alles zu meiden, womit er ihm schaden könnte. Der renommierte Altertumswissenschaftler Hellmut Flashar bringt uns in seiner eindrucksvollen Darstellung des Hippokrates den großen Mediziner und Menschenfreund, sein Wirken und seine Epoche wieder nahe.