
Theaterpädagogische Projekte, die an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnern, bewegen sich in einem komplexen Spannungsfeld ästhetischer, erinnerungspolitischer und geschichtsdidaktischer Fragen. Friederike Falk zeigt anhand von vier Projekten, mit welchen Inszenierungs- und Darstellungsstrategien Theater Vergangenheit erzählt und dabei der Undarstellbarkeit des Holocaust begegnet - und wie die Projekte mit gegenwartsbezogenen Positionierungen als erinnerungspolitische Interventionen wirksam werden. Die Ergebnisse eröffnen Perspektiven auf eine Theaterpädagogik als Praxis einer Erinnerungskultur, die nicht auf Beruhigung und Versöhnung abzielt, sondern die Unabgeschlossenheit historischer Gewalt in den Mittelpunkt stellt.
Es wurden noch keine Bewertungen abgegeben. Schreiben Sie die erste Bewertung zu "Die Kunst zu Erinnern" und helfen Sie damit anderen bei der Kaufentscheidung.