
Sie hat Weihnachten abgeschafft. Jetzt sitzt sie mit ihrer ganzen Familie im
weihnachtlichsten Dorf der Mosel fest.
Judith Kranich, 48, verkauft seit zwölf Jahren die Flucht vor dem Fest. Ihre
"Weihnachtsfreie Flussfahrt" führt sieben Tage lang auf einem alten Schiff
über die Mosel, und an Bord gelten zwölf Regeln: kein Lametta, keine Lieder,
kein Baum, keine Geschenke und vor allem keine Familie. Wer "Frohe
Weihnachten" sagt, zahlt fünf Euro ins Phrasenschwein.
Doch in diesem Dezember bricht alles auf einmal ein. Der Stammkapitän fällt
aus, und sein Ersatz, ein wortkarger Riese namens Jakob, schraubt als Erstes
Judiths Schild von der Gangway. Ihre Mutter kommt mit drei Koffern voller
Christbaumschmuck an Bord. Ihr Exmann sitzt mit seiner Influencer-Frau am
Kapitänstisch. Und ihre Tochter hütet ein Geheimnis, das alles verändern wird.
Dann steigt der Fluss, die Mosel wird gesperrt und das Schiff muss
ausgerechnet in Zellerath anlegen, einem Winzerdorf, in dem in jedem Fenster
ein Engel steht. Und der Kapitän tut so, als hätte er diesen Ort noch nie
gesehen.
Regel um Regel fällt. Zwischen Hochwasser und Frost, Gewölbekellern und
Steilhängen muss Judith herausfinden, wovor sie eigentlich davonläuft und ob
man ein Fest abschaffen kann, ohne die Menschen zu verlieren, die man liebt.
Ein warmherziger, urkomischer Weihnachtsroman über eine Familie, die zu viel
Chaos und zu wenig Worte hat, über eine Liebe in der zweiten Lebenshälfte und
über eine einzige eiskalte Nacht, die alles ändert. Für alle, die Weihnachten
lieben, und für alle, die es manchmal nicht aushalten.
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