
Zwischen Mietwahnsinn und Bullshit Jobs: Der lustigste, drastischste Roman zu unserer Gegenwart
Während er in einer Münchner Agentur Bachelor- und Masterarbeiten für wohlhabende Studierende schreibt, wird dem Protagonisten seine Mietwohnung wegen Eigenbedarfs gekündigt und eine immer verzweifeltere Suche nach einem neuen Zuhause beginnt. André-Pascal Woschée erzählt mit trockenem Humor und scharfem Blick von einem Mann, der anderen beim sozialen Aufstieg hilft, während er selbst um seinen Platz in der Welt kämpfen muss.
Man lernt schnell, wie man sich bei einer Wohnungsbesichtigung zu verhalten hat: nicht zu verzweifelt, aber auch nicht zu gleichgültig. Interessiert, aber nicht aufdringlich. Selbstbewusst, aber sympathisch. Er hält sich an die Regeln, weil er keine andere Wahl hat. Bislang war sein Leben ziemlich geordnet. Einen festen Job, eine Freundin, eine eigene Wohnung. Er schreibt Bachelor- und Masterarbeiten für Studierende, die lieber dafür bezahlen, anstatt sie selbst zu schreiben. Aber dann wird ihm die Wohnung gekündigt. Und während er versucht, Beziehung, Büro und Wohnungssuche gleichzeitig am Laufen zu halten, zoomt er mit Kunden, die am Comer See sitzen, nach Berlin ziehen oder ihre nächste Weltreise planen. Irgendwo zwischen Tischtennisplatte im Büro und Angst vor der Obdachlosigkeit erzählt André-Pascal Woschée mit Witz und beklemmender Präzision davon, wie schnell ein normales Leben aus dem Gleichgewicht geraten kann.
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