Bis heute erinnern sich viele ehemalige Leser*innen an 'Das Magazin', das ab 1954 in der DDR erschien. Monat für Monat wartete die Zeitschrift mit einer vielfältigen Mischung an Inhalten auf: darunter Reportagen, Berichte aus dem Ausland und Kurzgeschichten, großformatige Aktfotografien, Leser*innenbriefe und Modestrecken. 'Das Magazin' sollte im Auftrag der SED unterhalten und einen Sozialismus präsentieren, der 'Spaß' machte. Doch wie genau passten Parteiauftrag und Unterhaltungsanspruch zusammen, in Texten, Bildern und im Redaktionsalltag? Lisa Städtler fragt danach, welche Rolle 'Das Magazin' in der Medienlandschaft der DDR einnahm. Ihre Studie untersucht Strukturen, Themen und Akteur:innen, die die populäre Parteipresse prägten, und eröffnet so Einsichten in den Journalismus der DDR und die Funktionsweise der Medienlenkung der SED abseits von Leitmedien und Zentralorganen.