
Nur eine kleine Lüge liegt zwischen Jonas Milks zwei Leben: dem als anständiger Buchhändler und dem als Ehemann unter Mordverdacht.
Jonas Milk führt ein beschauliches Leben. In einer französischen Kleinstadt führt er ein Antiquariat, sammelt Briefmarken, fällt nicht weiter auf und verlässt die Gassen rund um die Place du Vieux-Marché nur selten. Sie sind die einzige Heimat, die der russischstämmige Jude je kannte. Seine Eltern verlor er in den Wirren der Oktoberrevolution, seine fünf Schwestern blieben in Russland zurück. Um den Anstand zu wahren, heiratet Milk seine Haushälterin Gina die ihn nicht liebt, deren Affären er aber toleriert. Bis sie eines Tages verschwindet. Milk ahnt, dass sie ihre Flucht von langer Hand geplant hat, den Nachbarn gegenüber aber behauptet er aus Scham, sie besuche eine Freundin. Je weiter er sich in Lügen verstrickt, desto misstrauischer werden die Leute in der kleinen Stadt. Und plötzlich weiß Milk, dass er gar nie einer von ihnen war. Mit fatalen Folgen.
»Ein kleines Meisterwerk der Milieuschilderung und der Psychologie. Knapper, genauer, abgründiger kann man nicht erzählen. « Manfred Papst / NZZ am Sonntag
»Ein zärtlicher Roman, auch wenn Zärtlichkeiten darin kaum vorkommen. « Sebastian Hammelehle / Der Spiegel
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