Wo beginnt Gewalt?
Bei "Gewalt" denken viele an Leinenruck, Würgehalsband, Tritte oder Schlimmeres. Doch Gewalt beginnt viel früher - in vielen kleinen Handlungen, die noch immer vielerorts als "Konsequenz", "Notwendigkeit" oder "natürlicher Umgang" gelten. Sie findet statt, wenn wir unsere Hunde ignorieren, überfordern, körperlich begrenzen und auf Funktionalität reduzieren.
Auf Basis aktueller Forschung verbindet Kein Platz für Gewalt Verhaltensbiologie, Psychologie und Ethik zu einem neuen Verständnis von Hundetraining. Es beleuchtet die emotionale Welt unserer Hunde, erklärt, wie Lernen, Bindung und Stress zustande kommen und räumt mit hartnäckigen Mythen über Dominanz, Alpha-Theorien, "Balanced Training" und viele weitere schädliche Praktiken auf. Dabei wird schnell klar: Wir scheitern nicht an mangelnder Durchsetzungskraft, sondern an fehlendem Wissen - über Hunde, ihre Körpersprache, die Folgen von Strafe, über die vielen Gesichter von Angst und über die Wichtigkeit des Sicherheitsgefühls.
"Kein Platz für Gewalt" fordert Traditionen heraus und zeigt, weshalb modernes Hundetraining nicht auf Kontrolle, sondern auf Beziehungsarbeit setzen muss. Es macht deutlich, weshalb das Wohlbefinden von Hunden immer an erster Stelle steht, und ist für alle, die Hunde besser verstehen und ihnen artgerecht mit Respekt und Liebe begegnen möchten - und die bereit sind, Training als das zu begreifen, was es sein sollte: ein Akt von Verantwortung, Vertrauen und gegenseitigem Sicherheitsgefühl.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung Zwischen altem Glauben und neuem Verstehen
Weshalb Selbstwirksamkeit wichtiger ist als Gehorsam
Was moderne Wissenschaft über Hunde lehrt
Wie Hunde unsere Welt erleben Ein Blick in die Psyche
Bedürfnisse, Emotionen und Lernen Die Grundlagen für den gesunden Beziehungsaufbau
Wo beginnt Gewalt? Zwischen Tierrechten und Menschlichkeit
Wenn Training Hunden Angst macht
Dominanz, Mythen und Missverständnisse alte Ideen, neues Wissen
Verantwortung im Training Kompetenz, Ethik und "Red Flags"
Medienkritik Wenn Unterhaltung Fachwissen ersetzt