
Die traditionsreiche Reihe QUELLEN UND FORSCHUNGEN ZUR LITERATUR- UND KULTURGESCHICHTE gehört zum festen Bestand renommierter Publikationsforen der Deutschen Literaturwissenschaft. Von Mark-Georg Dehrmann und Christiane Witthöft herausgegeben, präsentiert die Reihe hochwertige wissenschaftliche Arbeiten, die literarische Texte im Zusammenhang mit kulturhistorischen Phänomenen untersuchen.
The series "QUELLEN UND FORSCHUNGEN ZUR LITERATUR- UND KULTURGESCHICHTE" (Sources and Research in the History of Literature and Culture), with a rich tradition stretching back to 1874, is an established feature among the renowned publications for German Literary Studies. Edited by Mark-Georg Dehrmann and Christiane Witthöft, the series presents examples of high-quality scholarship examining literary texts in conjunction with historical cultural phenomena, particularly with the other arts. There is an explicit demand for literary studies with a transdisciplinary approach. German literature from the Middle Ages to the present day forms the main focus of the series.
As the historical cultural thrust of the series includes aspects of intercultural experience and national perceptions of the other, Quellen und Forschungen is also open to occasional comparative studies. The publications of the series include monographs, doctoral and professorial theses. Works presented for acceptance in the series are required to display scholarly relevance and excellence in method and presentation.
Die herausragende literarische Bedeutung von Wolframs Parzival für das deutschsprachige Mittelalter zeigt sich nicht zuletzt darin, dass der Roman aus der höfischen Blütezeit noch am Ende des Mittelalters immer wieder neu abgeschrieben wurde und sogar Aufnahme in das Verlagsprogramm eines Frühdruckers gefunden hat. Die Monographie untersucht vier charakteristische Überlieferungszeugen aus dieser medialen Umbruchszeit des 15. Jahrhunderts und zeichnet die vielfältigen Transformierungsprozesse nach, die der Text in einer knapp 300-jährigen Überlieferungsgeschichte durchlaufen hat. Dabei wird die Eigenart der Handschriften in einer bewussten Synthese divergenter philologischer Ansätze im Spannungsfeld zwischen Traditions- und Situationsgebundenheit verortet, da der alleinige Rekurs auf eine Verderbnis der Überlieferung den Textzeugen ebenso wenig gerecht wird wie der völlige Verzicht auf historische Einordnung. Unter dieser Perspektive werden die späten Parzival-Zeugen als vielschichtige Textensembles verstehbar, die sich einerseits durch die Rückbindung an die frühe, hier erstmals vorgestellte Fassung *m als bedeutsam für die Textgeschichte, andererseits aufgrund ihrer innovativen Layoutverfahren als aussagekräftig für ihre Epoche erweisen.
Dissertationsschrift"Die sorgfältige Darstellung von Parallelfassungen und die minutiösen Detailanalysen bieten neue und willkommene Grundlagen für die 'Parzival'-Forschung."
Katharina Mertens in: Mittellateinisches Jahrbuch Universität Kiel 46. 3/ 2011
"The results are not only of significance for the textual history in a narrow sense; a detailed analysis of initials, headings, and captions provides an important new basis for understanding the articulation of the text as a major factor in medieval mauscript culture."
In: Medium Aevum LXXX (2011)
"Die beiden Autoren haben, ohne die Theoriediskussion zu vernachlässigen, an unterschiedlichem Material unterschiedliche Wege v. a. praktisch erprobt und dabei die Probleme der Text- und Überlieferungsgeschichte sowie der fassungskriterien explizit und implizit deutlich werden lassen."
Bernd Schirok in Zeitschrift für Deutsche Philologie 130 (2011)
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