Sascha verschwindet ebenso spurlos von der Bildfläche wie eine Menge Geld vom Konto der Firma, in der er arbeitet. Für die Polizei sieht das Ganze wie Veruntreuung aus, nach der er möglicherweise ums Leben gekommen ist. Seine Frau Mila jedoch erhält immer wieder Hinweise auf Saschas Anwesenheit Wahrheit oder Wunschdenken?
Mit seiner großartigen Eleganz des Formulierens zieht mich Martin Suter von Beginn an in seinen Bann und erzählt auf beeindruckende Weise, wie Mila mit dem Verschwinden ihres Mannes Sascha umgeht, eines Mannes, mit dem sie schon sechs Jahre zusammen ist, ohne je mit ihm gestritten zu haben. Seltsame Phänomene werden beschrieben, der Quantenphysiker klärt auf, wie diese zustande kommen können. Komplizierte Sachthemen verschmelzen klug mit Feinstofflichem, ein Krimi wird aus der Sicht der Verliebten aufgerollt. Während die Kriminalpolizei handfeste Beweise sichert, geht Mila ihrem Gefühl nach, das sie nach Montenegro und sogar bis in die Südsee führt.
Unverwechselbar, tiefsinnig und komplex, für Interpretationen jeglicher Art bleibt genügend Spielraum Suter überzeugt jedes Mal aufs Neue mit seinen ungewöhnlichen Geschichten, so auch mit seinem aktuellen Werk Ein und Alles.