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International Booker Prize - ab 6.10. auf Deutsch

A bittersweet story of love between two women, nested in an artful exploration of language, history, and power. - May 1938. The young novelist Aoyama Chizuko has sailed from her home in Nagasaki, Japan, and arrived in Taiwan. She's been invited there by the Japanese government ruling the island, though she has no interest in their official banquets or imperialist agenda. Instead, Chizuko longs to experience real island life and to taste as much of its authentic cuisine as her famously monstrous appetite can bear.
Soon a Taiwanese woman-who is younger even than she is, and who shares the characters of her name-is hired as her interpreter and makes her dreams come true. The charming, erudite, meticulous Chizuru arranges Chizuko's travels all over the Land of the South and also proves to be an exceptional cook. Over scenic train rides and braised pork rice, lively banter and winter melon tea, Chizuko grows infatuated with her companion and intent on drawing her closer. But something causes Chizuru to keep her distance. It's only after a heartbreaking separation that Chizuko begins to grasp what the "something" is.
Disguised as a translation of a rediscovered text by a Japanese writer, this novel was a sensation on its first publication in Mandarin Chinese in 2020 and won Taiwan's highest literary honor, the Golden Tripod Award. Taiwan Travelogue unburies lost colonial histories and deftly reveals how power dynamics inflect our most intimate relationships.

Getarnt als Übersetzung eines wiederentdeckten Textes ist >Das Taiwan-Tagebuch< eine kunstvolle Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte, der kulturellen Bedeutung von Essen und Sprache sowie eine bittersüße Liebesgeschichte, die aufzeigt, wie Machtverhältnisse unsere intimsten Beziehungen beeinflussen.
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Dreihundert deutsche Männer, schrieb Walther Rathenau zu Beginn des 20. Jahrhunderts, bestimmten die wirtschaftlichen Geschicke des Kontinents. Er meinte das enge Geflecht aus Bankiers, Industriekapitänen und Lobbyisten, das sich mit dem Aufstieg von Firmen wie der Allianz, Krupp oder Siemens herausgebildet hatte. Man kannte einander, man sprach miteinander - und man sprach sich ab. Bis in die 1990er Jahre prägte dieses Netzwerk namens »Deutschland AG« die Politik und die Unternehmenskultur in der Bundesrepublik.
Konstantin Richter montiert die Geschichten dieser Macher und Magnaten zu einer temporeichen szenischen Erzählung. In meisterhaft arrangierten Episoden lässt er ihre Welt zu unserer werden: Er begleitet Nicolaus Otto und Gottlieb Daimler bei der Gemüseernte, wo die beiden genauso erbittert konkurrieren wie bei der Entwicklung neuer Motoren. Richter sitzt mit am Tisch, wenn die Gebrüder Mannesmann in Marokko irrwitzige Intrigen spinnen, und er pendelt mit Thomas Middelhoff von Bielefeld nach Essen, wenn dieser sich mit seinem Hubschrauber auf den Weg ins Büro macht.
So entsteht ein einzigartiges Epos, das rund 150 Jahre umspannt: von der Start-up-Nation Kaiserreich bis in die krisengebeutelte Gegenwart, vom Aufstieg der Deutschland AG bis zum ihrem Niedergang.
Gewinnerin in der Kategorie Belletristik: Katerina Poladjan

Ein alternder Filmregisseur, eine bröckelnde römische Villa und eine Psychoanalyse, die aus dem Ruder läuft: In Katerina Poladjans neuem Roman »Goldstrand« erzählt ein Mann um sein Leben
An der bulgarischen Schwarzmeerküste entsteht in den 1950er Jahren ein Ferienort: Goldstrand, geplant als Platz an der Sonne für alle. Auf der Baustelle wird Eli gezeugt. Sechzig Jahre später hat er seine größten Erfolge als Filmregisseur längst gefeiert und liegt auf der Couch seiner Dottoressa in Rom. Er mutmaßt und fabuliert seine Familiengeschichte, die durch ein ganzes Jahrhundert und quer über den europäischen Kontinent führt, von Odessa über Konstantinopel und Warna in Bulgarien bis nach Rom.












