Das Buch ist aus der Erzähler Perspektive geschrieben. Meistens aus der Sicht von Sonea, sodass man Einblicke in ihre Gedanken und Motive bekommt. Jedoch auch aus den Blickwinkeln von Lorkin und Dannyl.
Die Schreibart ist zwar leicht verständlich und flüssig, jedoch hat die Erzählperspektive mich am richtigen Abtauchen in die Geschichte gehindert.
Die Sonea-Reihe von Trudi Canavan ist quasi die Fortsetzung der Die Gilde der Schwarzen Magier-Trilogie und spielt ebenfalls in der gleichen Fantasywelt, in der Magie streng kontrolliert und nur in der Magiergilde angewendet werde darf.
Im Mittelpunkt steht Sonea, ein Mädchen aus den Armenvierteln, das zufällig entdeckte, dass sie magische Kräfte besitzt und wodurch sich ihr Leben komplett veränderte.
Ihre Entwicklung zur mächtigen Schwarzmagierin hat dafür gesorgt, dass sie sehr isoliert, aber gefürchtet lebt. Ihre Mutterrolle lässt sie vorsichtiger werden, dennoch ist sie eine tragende Säule in der Gilde.
Lorkin, der Sohn von Sonea und Akkarin die beiden mächtigsten Magier seiner Zeit, möchte seinen eigenen Weg gehen und meldet sich freiwillig für eine Reise, die viele Gefahren mit sich bringt. Dabei kommt es ihm nicht immer zugute, dass er der Sohn von Sonea ist. Er ist abenteuerlustig, nachdenklich und unvoreingenommen und hegt den Wunsch aus dem Schatten seiner Eltern zu treten.
Dannyl ist ein hochrangiger Magier und der Botschafter der Gilde. Er ist ein enger Vertrauter von Sonea und ehemaliger Novize von Akkarin. Er ist ein Gelehrter und sehr an Geschichte und Magie interessiert. Er ist weltoffen, loyal, ohne Vorurteile und neugierig gegenüber fremden Kulturen.
Die Story ist interessant und bietet viel Potenzial: Die Spannung zwischen der Magiergilde, der Bevölkerung und anderen Kulturen sorgt für einen Konflikt. Sei es bei der Suche nach dem Mörder in der Stadt oder der Botschafterreise in das feinselige Land.
An manchen Stellen entwickelt sich die Handlung eher langsam, wodurch Spannung verloren geht. Zudem wirken einige Stellen langgezogen und weniger fesselnd.
Auch die Charaktere hätten mehr Tiefe und Entwicklung vertragen können, da sie teilweise doch etwas vorhersehbar wirken.
Es geht um Angst und Kontrolle, Flucht und Macht, Gut und Böse, Heilung und Natur sowie Wissen und Lehre.
Fazit: Ein guter, aber etwas zäher Einstieg in diese High Fantasy Trilogie.