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Josephus-Trilogie

(Der jüdische Krieg / Die Söhne / Der Tag wird kommen).
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Produktdetails

Titel: Josephus-Trilogie
Autor/en: Lion Feuchtwanger

EAN: 9783841206190
Format:  EPUB
(Der jüdische Krieg / Die Söhne / Der Tag wird kommen).
Aufbau Verlag GmbH

24. Mai 2013 - epub eBook - 1429 Seiten

"Feuchtwanger macht süchtig." Süddeutscher Rundfunk

Diese spannungsvolle Trilogie gehört in die erste Reihe der Weltliteratur.

Mit den Freiheiten eines historischen Romans erzählt Feuchtwanger das Leben des jüdischen Geschichtsschreibers Flavius Josephus (37 - 100 u.Z.), der vom brennenden Ehrgeiz erfüllt ist, beides zu sein: Jude und Römer, Israelit und Weltbürger. Doch die Gegensätze drohen ihn zu zerreißen und zerstören seine Familie. Er verläßt das einst so umworbene Rom und kehrt zurück an seinen Ursprung.


Lion Feuchtwanger, 1884-1958, war Romancier und Weltbürger. Seine Romane erreichten Millionenauflagen und sind in über 20 Sprachen erschienen. Als Lion Feuchtwanger mit 74 Jahren starb, galt er als einer der bedeutendsten Schriftsteller deutscher Sprache. Die Lebensstationen von München über Berlin, seine ausgedehnten Reisen bis nach Afrika, das Exil im französischen Sanary-sur Mer und im kalifornischen Pacific Palisades haben den Schriftsteller, dessen unermüdliche Schaffenskraft selbst von seinem Nachbarn in Kalifornien, Thomas Mann, bestaunt wurde, zu einem ungewöhnlich breiten Wissen und kulturhistorischen Verständnis geführt. 15 Romane sowie Theaterstücke, Kurzgeschichten, Berichte, Skizzen, Kritiken und Rezensionen hatten den Freund und Mitarbeiter Bertold Brechts zum "Meister des historischen und des Zeitromans" (Wilhelm von Sternburg) reifen lassen. Mit seiner "Wartesaal-Trilogie" erwies sich der aufklärerische Humanist als hellsichtiger Chronist Nazi-Deutschlands.

Zweites Buch

Galiläa


Am 13. Mai, um neun Uhr morgens, empfing der Gouverneur Gessius Flor den Magistrat von Cäsarea und teilte ihm die kaiserliche Entscheidung über das Wahlstatut mit, durch welche die Juden ihrer Herrschaft über die offizielle Hauptstadt des Landes verlustig gingen. Um zehn Uhr wurde das Edikt durch den Sprecher der Regierung von der Rednertribüne auf dem großen Forum verkündet. In den Werkstätten der Brüder Zakynth arbeitete man bereits daran, den Wortlaut des Edikts in Bronze zu gießen, damit es in dieser Form in den Archiven der Stadt für alle Zeiten aufbewahrt werde.

Unter der griechisch-römischen Bevölkerung brach ungeheurer Jubel los. Die Kolossalstatuen an der Hafeneinfahrt, die Bildnissäulen der Göttin Rom und des Begründers der Monarchie, die Porträtbüsten des regierenden Kaisers an den Straßenecken wurden festlich bekränzt. Musikkorps, Sprechchöre durchzogen die Straßen, im Hafen schenkte man freien Wein aus, die Leibeigenen bekamen Urlaub.

In den Stadtvierteln der Juden aber starrten die sonst so lärmvollen Häuser weiß und öde, die Läden waren geschlossen, die Furcht vor einem Pogrom lag beklemmend über den heißen Straßen.

Am Tag darauf, einem Sabbat, fanden die Juden, als sie ihre Hauptsynagoge besuchen wollten, vor dem Tor den Führer eines griechischen Stoßtrupps mit seinen Leuten, wie er ein Vogelopfer darbrachte. Solche Opfer pflegten Aussätzige darzubringen, und es war die beliebteste Beschimpfung der Juden im vorderen Asien, daß man sie für Abkömmlinge ägyptischer Aussätziger erklärte. Die Synagogendiener forderten die Griechen auf, sich für ihr Opfer einen andern Platz auszusuchen. Die Griechen höhnten zurück, die Zeiten, in denen die Juden in Cäs
area das Maul aufreißen konnten, seien vorbei. Die jüdischen Beamten wandten sich an die Polizei. Die erklärte, sie müsse erst Instruktionen einholen. Einige Hitzköpfe unter den Juden wollten die freche Zeremonie der Griechen nicht länger mit anschauen, versuchten, den Opfertopf mit Gewalt wegzunehmen. Dolche, Messer blitzten hoch. Endlich, es gab bereits Tote und Verwundete, griffen römische Truppen ein. Sie nahmen eine Reihe von Juden als Anstifter des Landfriedensbruchs fest, den Griechen konfiszierten sie den Opfertopf. Wer von den Juden konnte, flüchtete jetzt mit seinem beweglichen Gut fort von Cäsarea; die heiligen Schriftrollen wurden in Sicherheit gebracht.

Die Vorgänge in Cäsarea, das Edikt und seine Folgen, bewirkten, daß der Kleinkrieg, den Judäa seit nunmehr hundert Jahren gegen die römische Schutzmacht führte, überall im Land mit neuer, wilder Erbitterung hochflammte. Bisher hatten zumindest in Jerusalem die beiden Parteien der Ordnung, die aristokratischen »Unentwegt Rechtlichen« und die bürgerlichen »Wahrhaft Schriftgläubigen«, Gewalttätigkeiten gegen die Römer verhindern können: jetzt, nach dem Edikt von Cäsarea, bekam die dritte Partei die Oberhand, die »Rächer Israels«.

Immer mehr Leute von den »Wahrhaft Schriftgläubigen« fielen jetzt ihnen zu, selbst der Chef der Tempelverwaltung, der Doktor und Herr Eleasar Ben Simon, ging öffentlich zu ihnen über. Überall sah man ihr Zeichen, das Wort Makkabi, die Initialen des hebräischen Satzes: »Wer ist wie du, o Herr?«, die Parole des Aufstandes. In Galiläa tauchte mit einemmal der Agitator Nachum auf, der Sohn des von den Römern hingerichteten Patriotenführers Juda. Er war fast ein Jahrzehnt verschollen gewesen, man hatte geglaubt, er sei umgekommen, nun plötzlich zog er dur
ch die Städte und Dörfer der Nordprovinz, überall liefen die Massen ihm zu. »Worauf denn noch wollt ihr warten?« beschwor er inbrünstig, fanatisch die dumpf und erbittert Lauschenden. »Die bloße Gegenwart der Unbeschnittenen besudelt euer Land. Ihre Regimenter trampeln frech über die Fliesen des Tempels, ihre Trompeten kreischen scheußlich in die heilige Musik. Ihr seid auserwählt, Jahve zu dienen: ihr könnt nicht den Cäsar, den Schweinefresser, anbeten. Denkt an die großen Eiferer des Herrn, an Pinchas, an Eli, an Juda den Makkabäer. Drücken euch eure eigenen Ausbeuter nicht genug? Müßt ihr euch noch von den Fremden den Segen rauben lassen, den Jahve für euch bestimmt hat, daß sie Fechterspiele damit veranstalten und Tierhetzen? Laßt euch nicht bange machen von der Feigheit der ›Wahrhaft Schriftgläubigen‹! Kuscht nicht vor der Profitgier der ›Unentwegt Rechtlichen‹, die die Hand der Unterdrücker streicheln, weil sie ihren Geldsack beschützt. Die Zeit ist erfüllt. Das Himmelreich ist nahe. In ihm zählt der Arme genauso wie der Fettbauch. Der Messias ist geboren, er wartet nur darauf, daß ihr euch regt, dann wird er sich zeigen. Erschlagt die Feiglinge vom Großen Rat in Jerusalem! Erschlagt die Römer!«

Die bewaffneten Verbände der »Rächer Israels«, die ausgetilgt schienen, tauchten im ganzen Land wieder auf. In Jerusalem kam es zu wilden Kundgebungen. In der Provinz wurden Römer, die sich ohne militärischen Schutz auf die Landstraßen wagten, überfallen, als Geiseln verschleppt. Da gerade die kaiserliche Finanzverwaltung gewisse Steuerrückstände mit Härte eintrieb, zeigten sich junge Anhänger der »Rächer Israels« mit Sammelbüchsen auf den Straßen, bettelten bei den Passanten: gebt eine
mildtätige Gabe für den armen, unglücklichen Gouverneur. Gessius Flor beschloß, scharf durchzugreifen, verlangte, man solle ihm die Rädelsführer ausliefern. Die einheimischen Behörden erklärten, sie könnten sie nicht ermitteln. Der Gouverneur ließ durch Truppen den Obern Markt und die angrenzenden Straßen, wo man die Hauptsitze der »Rächer Israels« vermutete, Haus für Haus durchsuchen. Die Haussuchungen gingen in Plünderungen über. Die Juden wehrten sich, von den Dächern einzelner Häuser wurde geschossen. Auch unter den Römern gab es Tote. Der Gouverneur verkündete das Standrecht. Die erbitterten Soldaten schleppten Schuldige und Unschuldige vor Gericht; die bloße Bezichtigung, jemand gehöre zu den »Rächern Israels«, genügte. Es regnete Todesurteile. Das Gesetz verbot, römische Bürger anders als durchs Schwert hinzurichten. Gessius Flor ließ jüdische Männer, selbst wenn sie den Rittertitel und den Goldenen Ring des Zweiten römischen Adels trugen, schmählich am Kreuz exekutieren.

Als auch zwei Mitglieder des Großen Rats abgeurteilt werden sollten, erschien vor den Offizieren des Standgerichts, begleitet von einer stummen, ergriffenen Menge, die Prinzessin Berenike, die Schwester des Titularkönigs Agrippa. Sie hatte wegen Errettung aus einer Krankheit ein erschwertes Gelübde getan, so daß sie mit kurzgeschorenem Haupthaar ging und ohne jeden Schmuck. Sie war eine schöne Frau, in Jerusalem sehr geliebt und gern gesehen auch am römischen Hof. Ihre Art zu gehen war berühmt in der ganzen Welt. Von der deutschen Grenze bis zum Sudan, von England bis an den Indus konnte man einer Frau kein willkommeneres Kompliment machen als: sie gehe wie die Prinzessin Berenike. Jetzt nun schritt diese große Dame demütig her, nach Art der Schutzflehenden, ba
rfuß, das schwarze Gewand nur von einer Schnur gehalten, das Haupt mit dem kurzen Haar gebeugt. Sie neigte sich vor dem Vorsitzenden des Gerichts und bat um Gnade für die beiden Priester. Die Offiziere waren zunächst höflich, machten galante Scherze. Da aber die Prinzessin nicht abließ, wurden sie kühl und kurz, zuletzt geradezu grob, und Berenike mußte sich, übel gedemütigt, zurückziehen.

Es kamen in diesen fünf Tagen vom 21. bis zum 26. Mai in Jerusalem über dreitausend Menschen ums Leben, darunter an tausend Frauen und Kinder.

Die Stadt kochte in dumpfer Empörung. Bisher waren zumeist Bauern und Proletarier den »Rächern Israels« zugelaufen, jetzt schlossen sich immer mehr Bürger ihnen an. Überall raunte es oder schrie es auch offen, übermorgen, nein, morgen schon werde das Land sich gegen die römische Gewalt erheben. Die einheimische Regierung, das Kollegium des Erzpriesters und der Große Rat, sahen mit Sorge, welche Wendung die Dinge nahmen. Die gesamte Oberschicht wünschte Verständigung mit Rom, hatte Angst vor einem Krieg. Die »Unentwegt Rechtlichen«, Aristokraten zumeist und reiche Leute, die die wichtigsten Staatsämter innehatten, fürchteten, ein Krieg gegen Rom werde unausbleiblich in eine Revolution gegen ihre eigene Herrschaft ausmünden; denn sie hatten von jeher die bescheidenen Forderungen der Pachtbauern, Kleinbürger, Proletarier starr und hochmütig abgelehnt. Die »Wahrhaft Schriftgläubigen« aber, die Partei der Doktoren des Tempels von Jerusalem, Gelehrte, Demokraten, denen die große Masse des Volkes anhing, glaubten, man müsse es Gott überlassen, die alte Freiheit des Staates wiederherzustellen, und warnten vor jeder Gewalttätigkeit, solange die Römer die Lehre nicht antasteten, die sechshundertdreizehn Gebote des Moses.

Die Fü
hrer beider Parteien wandten sich dringlich an den König Agrippa, der in Ägypten weilte, und baten ihn, zwischen den Aufständischen und der römischen Regierung zu vermitteln. Diesem König hatten die Römer zwar nur in Transjordanien und in einigen Städten Galiläas wirkliche Herrschaft belassen, in Judäa hatten sie seine Befugnis auf die Oberaufsicht über den Tempel beschränkt. Aber noch hatte er den Königstitel, galt als der erste Mann unter den Juden, war beliebt. Eiligst, auf die Bitten der jüdischen Regierung, reiste er nach Jerusalem, gewillt, selber zu den Massen zu reden.

Zehntausende kamen, ihn zu hören, auf den großen Platz vor dem Makkabäerpalais. Sie standen dichtgedrängt, hinter ihnen war die alte Stadtmauer und, von einer schmalen Brücke überspannt, die Talenge, und wieder dahinter weiß und golden die...


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