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Die Feuer von Murano

Ein Venedig-Roman. 1. Auflage.
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Produktdetails

Titel: Die Feuer von Murano
Autor/en: Giuseppe Furno

EAN: 9783841206480
Format:  EPUB
Ein Venedig-Roman.
1. Auflage.
Übersetzt von Annette Kopetzki, Giuseppe Furno
Aufbau Digital

6. November 2013 - epub eBook - 992 Seiten

Venezianisches Inferno.

1569, die freie Republik Venedig steckt im Klammergriff zwischen den anrückenden Osmanen und dem immer mächtiger werdenden Kirchenstaat. Als eine Explosion in der Werft einen halben Stadtteil vernichtet, ist man schnell von Brandstiftung durch die Türken überzeugt, das Klima der einst so liberalen Serenissima ist vergiftet. Indessen ermittelt Andrea Loredan, Dogensohn und Anwalt des Volkes in einer Serie von mysteriösen Morden. Sie führen ihn auf die Spur eines Spiones in Mönchskutte, eines verschollenen Glasbläsers und einer Geheimgesellschaft weiser Frauen, die von der Kirche verbotene Bücher verstecken. Als Andrea und die Segelnäherin Sofia sich plötzlich auf der Seite der von der Inquisition und der mächtigen papsttreuen Partei Venedigs Verfolgten wiederfinden, wird ihr Kampf um Gerechtigkeit und Freiheit zum Kampf um ihr Leben und ihre Liebe.

In seinem preisgekrönten Debüt erzählt Giuseppe Furno nicht nur das packende Abenteuer des Dogensohns Andrea Loredan, sondern malt darüber hinaus ein farbenprächtiges, detailgenaues Bild Venedigs auf dem Gipfel seiner historischen Bedeutung.



Ein packender Abenteuerroman und zugleich eine atemberaubende Zeitreise in die Republik Venedig auf dem glanzvollen Höhepunkt ihrer Macht.

Mit historischer Venedig-Karte und Anhang zum zeitgeschichtlichen Hintergrund. Gewinner des Premio Hemingway



"Die Feuer von Murano lässt Sie Geschichte erleben, als wären Sie im Kino." Libero.


Giuseppe Furno, geb. 1953 in Rom, in Italien bekannter Drehbuchautor, versteht sich bestens auf das Knüpfen spannender Geschichten. Für sein fulminantes, preisgekröntes Roman-Debut hat er außerdem eineinhalb Jahre in historischen Archiven verbracht, zwei Monate in der Lagunen-Stadt gelebt und sogar rudern gelernt, um ein authentisches Bild der Serenissima zu zeichnen

4


Andrea stand geblendet am Fenster und starrte auf das schwarze, von Flammen umrahmte Loch. Plötzlich sah er aus dem Augenwinkel einen glühenden Gegenstand vom Himmel fallen, langsam, wegen der Entfernung, dann immer schneller, je näher er kam und je größer er wurde. Es schien, als stürzte das Ding direkt auf ihn zu. Er dachte an einen Brandtopf, von einem Katapult abgeschossen. Vielleicht war es ein Angriff der Türken. Er trat einen Schritt zurück und kauerte sich in der Zimmerecke zusammen. Die Flamme durchquerte sein Blickfeld und traf mit einem lauten dumpfen Krachen auf dem Boden auf.

Andrea schaute aus dem Fenster. Der Meteorit war an der Kalksteinmauer des nahen Gartens zerschellt, die versprengten Teile glühten und rauchten noch immer. Um ein Haar hätte er eine Frau und ihre beiden Kinder getroffen, jetzt betrachteten sie fassungslos das Durcheinander. In der Glut erkannte man Holzbalken, die mit Metallplatten verbunden waren, offenbar Teile einer Dachdeckung, die von der Wucht der Explosion in den Himmel geschleudert worden waren. Derart teure Dächer aus Kupfer oder Blei hatten in Venedig nur der Palazzo Ducale, die Kirche San Marco und wenige reiche Häuser am Canal Grande. Andrea zuckte zusammen, und als er in die Richtung des Arsenale spähte, sah er, dass dessen Mauer nicht mehr existierte, dieses Dachstück also nichts anderes sein konnte als die kupferne Fiale eines seiner Wachtürme.

»Grundgütiger …«, hörte er sich flüstern, als er das vom Feuer erleuchtete Panorama betrachtete. Die Flammen hatten sich ausgebreitet und die Masten und Segel zweier im inneren Becken ankernder Galeeren erfasst. In der Richtung, in die er blickte, hatte die Stadt ihre Geometrie und Architektur völlig verloren, sie erschien wie ein sturmgepeitschtes Meer voller Wellenkämme und planlos entstandener Hö
;hlen und Wasserschluchten. Ein leichter Windhauch trug den süßen, stechenden Geruch von Schießpulver heran, wie nach einem Kanonenfeuer. Andrea wurde bewusst, dass in diesem schwarzen Tal bis vor wenigen Augenblicken die Häuser im Besitz von Bernardo Sagredo gestanden hatten, wo viele Arbeiter des Arsenale wohnten, Handwerker und Bürger, außerdem ein paar Patrizier aus altem Geschlecht. Von all dem existierte nichts mehr. Jenseits des Arsenale, gegenüber den Trümmern seiner einstigen Umfriedungsmauer, waren die Kirche und das Kloster Santa Maria della Celestia der Zisterzienserinnen verschwunden, außerdem eine Handvoll Häuser, die sie wie eine Kette umringt hatten.

In diesem Moment fiel ihm der Brief ein.

»Aus der Celestia wurde ein Brief für Euch gebracht, Avvocato, er liegt oben in Eurem Zimmer am gewohnten Platz«, hatte der paròn Lorenzo gesagt. Andrea, der noch unter dem Eindruck der schmerzhaften Trennung von Taddea stand, hatte ihm gedankt und den Brief vergessen.

Mit einem Ruck drehte er sich zum Zimmer um, einen Schritt entfernt stand das Schreibpult, der noch unzerstörte Teller aus blauem Glas, in den die Wirtsleute die Sendschreiben an ihn legten, war leer. Sein Blick ging auf das Durcheinander aus Scherben, Kleidern und Holzstücken auf dem Fußboden, der Brief war zwischen die Tischbeine geflogen. Er hob ihn auf. Das blaue Siegel mit dem aufgeprägten Kreuz war noch intakt. Ein Ritzen mit dem Fingernagel, und der Siegellack sprang splitternd auf. Das Blatt aus festem venezianischem Papier war sorgfältig gefaltet. Andrea öffnete es und ging zurück ans Fenster in das helle Licht des Feuers. In der Mitte des Blattes standen, mit purpurroter Tinte und eleganter, leicht nach links geneigter Handschrift geschrieben, nur zwei Zeilen und eine Unterschrift. Andrea überflog sie: Die Äbtissin der Celestia, Lucia Vivar
ini, bat ihn, wegen dringender und vertraulicher Nachrichten in das Kloster zu kommen.

Als wollte er sichergehen, las Andrea die Zeilen noch einmal. Dann schaute er wieder nach draußen, wo alle Sicherheit verloren war. Von diesem Fenster des Dachbodens, dem höchsten Punkt der Locanda direkt unter dem Altan, konnte er die Silhouetten der ersten Helfer erkennen, die begannen, sich an den Trümmern abzumühen, während andere an Bord der brennenden Schiffe kletterten, um die Flammen zu löschen und von den noch unversehrten Schiffen fernzuhalten. Je mehr Helfer herbeiströmten, desto mehr verbanden sich die vereinzelten Schreie zu einem entfernten, diffusen Hintergrundlärm, ähnlich dem Beifall der Menge während des Himmelfahrtsfestes, und dazu kam das Läuten hunderter Glocken, als wollten sie das Unglück segnen.

»Ser Loredan, seid Ihr wohlauf?« Andrea blickte hinunter auf die Straße: Lorenzo, ein beleibter Vierziger, dessen Kleider stets nach Gewürzen rochen, schwenkte eine Laterne. Er trug zwei Säcke auf dem Rücken und hielt seine Tochter Graziosa an der Hand. »Kommt sofort herunter!«, rief er besorgt. »Das Arsenale brennt! Es scheint, dass eine Pulverkammer explodiert ist. Wenn die anderen auch hochgehen, stürzt ganz Castello ein! Ganz Venedig!«

Der Alarm schien Andrea so gleichgültig zu lassen, dass der Wirt sich bekreuzigte und den Warnruf mit deutlicheren Worten wiederholte: »Um Gottes willen, ser Loredan! Wenn Ihr hierbleibt, gibt es keine Rettung für Euch!«

In diesem Moment kam eine Frau im Nachthemd aus der Locanda. Sie hielt ein Kind von etwa drei Jahren im Arm, das in einen Schal gehüllt war, und an der Hand einen Jungen kurz vor dem Jugendalter in einer Tunika, die ihm bis zu den Füßen reichte. Es war Maria, die junge Frau des Wirts, mit den beiden anderen Kindern, Rocco
und Bernardino. Humpelnd, denn sie hatte ein Hüftleiden, ging sie zu ihrem Mann und blickte ebenfalls hinauf.

In diesem Moment zeichneten mehrere Explosionen Blitze an den Himmel. Aus dem Heck eines brennenden Schiffes flogen lodernde Pfeile, die an das Feuerwerk einer Karnevalsapparatur erinnerten. Es war das Waffenlager im Achterdeck, das explodierte. Ein nächster, stärkerer Knall, und das ganze Achterkastell löste sich vom Heck und stürzte ins Wasser.

Die Frau packte Lorenzo am Arm. »Gehen wir!«, rief sie laut, damit auch Andrea sie hörte. »Ser Loredan ist erwachsen und kann für sich selbst entscheiden.« Der Griff um den Arm wurde zu einem resoluten Stoß, der den Wirt und seine Kinder auf der Calle in Bewegung setzte.

Dieser Aufbruch war eine Befreiung, dasselbe Gefühl verspürte Andrea jedes Mal, wenn er ein Fest verließ, das allzu höfliche und aufdringliche Hausherren gaben. Er spähte wieder zum Arsenale hin: Die Flammen breiteten sich aus, wurden höher und heller. Sicher hatten sie die Werften für die Galeassen und das nahe Lager des Tauwerks erreicht, denn das Gebäude glühte, und der Rauch war weiß wie von brennenden Stoppelfeldern im August. Die ersten Vorboten dieser Rauchwolke trugen den unverwechselbaren Geruch verbrannten Hanfs heran.

Er dachte an Taddea, deren Familie im sestiere San Marco ein Haus besaß, am Campo San Paternian, nicht weit vom Gefahrenherd entfernt. Sicher beobachtete sie gerade den Brand. Vielleicht sorgt sie sich um mich, dachte Andrea. Denn aus dieser Entfernung ließen sich die Grenzen der Zerstörung nicht klar genug erkennen, um Schäden an der Locanda della Torre auszuschließen. Taddea weinend im Arm ihres Vaters, den sie anflehte, sie gehen zu lassen. Andrea wurde bewusst, dass diese Katastrophe und die Gefühle, die sie auslöste, eine unwiederbr
ingliche Gelegenheit boten, sie zu bitten, zu ihm zurückzukehren. Aber wollte er das wirklich?

Sein Blick wanderte zu der dreibogigen Brücke über dem Rio San Lorenzo, wenige Schritte von der Locanda entfernt. Auf dem höchsten Punkt der Brücke gingen, beleuchtet von einigen Ölfackeln, zwei Männer mit einer Trage. Hinter ihnen zwei weitere. Es waren die ersten Verletzten aus der Umgebung der Explosion. Am Ufer der Locanda angekommen, zögerten die Träger. Andrea konnte ihren aufgeregten Wortwechsel hören.

»Wir bringen sie zum Ospedaletto!«

»Nein, lieber in die Kirche Santa Maria Formosa«, entgegnete ein anderer. »Da ist es sicherer.«

»Ins Ospedaletto, sage ich dir!«, entschied der Erste und ging am Ufer San Lorenzo auf die Locanda zu. Als er näher kam, konnte Andrea die Trage und was sie transportierte, besser erkennen. Es war ein Türflügel, darauf lag ein kleines Mädchen mit blutigen Kleidern, der Kopf war unnatürlich verdreht, während der schlaffe Körper bei jeder Bewegung schaukelte, ein magerer Arm und die schmale Hand hingen herab.

Andrea hatte das deutliche Gefühl, dass sie tot war. Der nächste Verletzte, den er sah, verdrängte diesen Gedanken: es war ein Junge, der weinte und den Mund aufriss, als bekäme er keine Luft. Man hatte ihn auf eine Leiter gelegt, der Kittel, mit dem er zugedeckt war, drohte zur Seite zu rutschen und offenbarte, dass er nackt war. Eine Frau, wahrscheinlich seine Mutter, ging schluchzend an seiner Seite, manchmal zupfte sie den Kittel zurecht.

Das Grüppchen verschwand in der Calle Cappello. Doch schon tauchten weitere Verletzte auf. Andrea wartete nicht länger, eilig kleidete er sich an: Kniebundhosen aus Tuch und eine leichte Bluse, an den Füßen die Stiefel, die er zum Reiten benutzte. Zum Schluss warf er sich einen Lederman
tel um. Dann faltete er den Brief zusammen und steckte ihn in die Tasche. Er nahm die Öllampe, doch seinen Degen ließ er zurück. Einen Augenblick später lief er, zwei Stufen auf einmal nehmend, die Treppe hinunter und stürzte aus der Tür der Locanda. Ein letzter Zweifel ließ ihn innehalten. Jetzt musste er sich entscheiden: nach rechts, Richtung Sestiere San Marco zu Taddeas Haus, oder nach links, der Ungewissheit, vielleicht dem Tod entgegen, über die San-Lorenzo-Brücke...


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