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William Shakespeare in seiner Zeit

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Produktdetails

Titel: William Shakespeare in seiner Zeit
Autor/en: Hans-Dieter Gelfert

EAN: 9783406659201
Format:  EPUB
Beck C. H.

9. Januar 2014 - epub eBook - 471 Seiten

Hans-Dieter Gelfert zeigt Leben, Werk und Zeit des größten englischen Dichters in neuem Licht. In Shakespeares Dramen erscheint der Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit als eine Bruchzone. Einerseits drückt sich in Shakespeares Person und in seinen Werken bereits beispielhaft das frühneuzeitliche Bewusstsein der heraufziehenden bürgerlichen Gesellschaft aus, zum andern macht es die bis heute andauernde Aktualität dieses Dichters aus, dass er in seinen Werken den modernen Menschen noch quasi in statu nascendi zeigt.
Hans-Dieter Gelfert war bis zu seiner Emeritierung Professor für englische Literatur an der Freien Universität Berlin und ist seither freier Autor kulturwissenschaftlicher Werke und Übersetzer englischer Gedichte.

Wer schuf Shakespeares Werke?


Shakespeare (Will), ein englischer Dramaticus, geb. zu

Stratford 1564, ward schlecht auferzogen und verstand

kein Latein, jedoch brachte er es in der Poesie sehr

hoch. Er hatte ein scherzhaftes Gemüthe, kunte aber auch

sehr ernsthaft sein und excellierte in Tragödien.

Dieser Eintrag in Menckens Gelehrten-Lexikon von 1715 hatte nicht erwarten lassen, dass 44 Jahre später der kluge Lessing den Dramaticus mit dem scherzhaften Gemüte zum Vorbild für die dramenschreibenden Zeitgenossen erklären und die deutschen Klassiker und Romantiker ihn bald darauf wie einen Gott verehren würden. Seitdem strahlt sein Stern mit unverminderter Helligkeit am literarischen Himmel der Deutschen, und er ist noch immer der meistgespielte Autor auf unseren Bühnen. In England war und ist es nicht anders, nur dass dort die Verehrung gleich nach dem Tod des Dichters eingesetzt hatte, wie das Sonett John Miltons beweist. Seitdem hat sich die kritische Beschäftigung mit ihm zu einer wahren Industrie entwickelt, an der die Deutschen beträchtlichen Anteil hatten.

Hierzulande widmet die 1865 gegründete mitgliederstarke Shakespeare-Gesellschaft dem Dichter noch heute alljährliche Tagungen mit Abhandlungen, die in einem Jahrbuch gesammelt herauskommen. Das alles machte den Elisabethaner schon im 19. Jahrhundert zum besterforschten unter den älteren Dichtern der Weltliteratur. Da ist schwer zu begreifen, dass 1857 die Amerikanerin Delia Bacon glaubte beweisen zu können, dass die Werke Shakespeares nicht von dem in Stratford geborenen Schauspieler dieses Namens stammen, sondern von einem zu seiner Zeit berühmteren Zeitgenossen, dem Philosophen und Lordkanzler Francis Bacon, was vor ihr, nach einer mündlichen Überlieferung, bereits 1785 der Pfarrer James Wilmot vermutet haben soll. Ihre verwor
rene Beweisführung wurde ein Jahr später von William Henry Smith sehr viel schlüssiger fortgeführt. Bei Delia Bacon, die später im Irrenhaus endete, konnte man noch annehmen, dass ihr eigener Name sie zu der Theorie verführte. Doch danach wurden immer neue Kandidaten als Autoren vorgeschlagen, und berühmte Geister reihten sich unter die Zweifler ein, die nicht glauben wollten, dass die gedankenreichsten Dramen der Weltliteratur von einem Schauspieler aus der Provinzstadt Stratford stammen sollten. Inzwischen ist die Liste der vermeintlich «wahren» Verfasser von Shakespeares Werken auf über sechzig angewachsen, und es kommen weiter neue Kandidaten hinzu. So hob die Literaturwissenschaftlerin Brenda James zusammen mit dem Historiker William D. Rubinstein in ihrem Buch The Truth Will Out. Unmasking the Real Shakespeare (2005) den bis dahin nahezu unbekannten Henry Neville auf den Schild. Drei Jahre später glaubte Brenda James, ihre Theorie im Alleingang durch die Aufdeckung eines vermeintlichen Geheimcodes in der Widmung zur Erstausgabe von Shakespeares Sonetten untermauern zu können. Noch jüngeren Datums ist Dennis MacCarthys 2011 publizierte Theorie, wonach Sir Thomas North, den man bis dahin nur als den Übersetzer Plutarchs kannte, der wahre Shakespeare sei.

Bereits 1922 hatte sich ein Shakespeare Authorship Trust gegründet, der dieser Debatte bis heute ein Forum bietet. Bisher haben nur zwei Kandidaten breitere Fürsprache gefunden: Christopher Marlowe und Edward de Vere, der 17. Graf Oxford. Für Marlowe plädierte erst kürzlich der deutsche Medizinprofessor Bastian Conrad in seinem 704 Seiten starken Buch Christopher Marlowe: Der wahre Shakespeare (2011). Da dieser Dichter nach damaliger Aktenlage am 30. Mai 1593 bei einem Streit um eine Wirtshausrechnung erstochen wurde, musste erst einmal erklärt werden, weshalb er danach
unter einem Pseudonym weiterlebte. Angesichts lückenhafter Daten gibt es für Spekulationen natürlich immer Anhaltspunkte; und Conrad ist nicht der Erste, der eine Lanze für Marlowe bricht, er tut es nur mit mehr Aufwand als seine Vorgänger. Soweit sich seine Detektivarbeit auf Zeitgeschichtliches bezieht, klingt manches plausibel, doch sobald man die unter Shakespeares Namen kursierenden Werke mit denen vergleicht, die zu Marlowes Lebzeiten unter dessen Namen erschienen waren, bricht die Verschwörungstheorie wie ein Kartenhaus zusammen. Stilistisch liegen die beiden so weit auseinander wie Michelangelo und Leonardo in der Malerei, wie Beethoven und Mozart in der Musik und wie Schiller und Goethe in der deutschen Dichtung. An Sprachkraft stand Marlowe Shakespeare nicht nach, doch ihm fehlte alles, was diesen darüber hinaus auszeichnet. Nirgendwo in Marlowes Werk gibt es einen Anflug von Humor, während Shakespeare mit Falstaff und seinen Komödien zu den Großen auf diesem Felde zählt. Auch bei den Frauengestalten findet man bei Marlowe nichts, was den Vergleich mit Shakespeare aushält. Marlowe mag als Absolvent der Universität Cambridge gebildeter gewesen sein, und seine an Machiavelli orientierten Bühnenhelden lassen ihn moderner erscheinen, doch das menschliche Spektrum seiner Figuren ist viel begrenzter als das des shakespeareschen Personals. Nur eine kunstblinde Betrachtungsweise kann in Shakespeares Werken die Handschrift Marlowes entdecken.

Die größte Anhängerschaft von allen Shakespeare-Kandidaten hat Edward de Vere, der 17. Graf Oxford. Seine Fürsprecher geben sogar eine eigene Zeitschrift heraus, in der sie ihre «Forschungsergebnisse» austauschen. Auch hierzu hat ein Deutscher, der Germanist Kurt Kreiler, erst kürzlich ein mit großer Gelehrsamkeit recherchiertes Buch mit dem Titel Der Mann, der Shakespeare erfand: Edw
ard de Vere
, Earl of Oxford (2009) beigesteuert. Den Anfang hatte Thomas J. Looney mit seinem Buch ‹Shakespeare› Identified (1920) gemacht. Es wäre zu erwarten gewesen, dass schon Looneys Nachname, der ‹Spinner› bedeutet, seine Theorie der Lächerlichkeit preisgeben würde. Doch sie fand danach so zahlreiche Anhänger, dass diese sich zu einer Organisation zusammenschlossen, gefördert vom Grafen Burford aus der Familie de Vere. Zu den Hauptvertretern der Theorie zählen der Amerikaner Joseph Sobran mit seinem Buch Genannt Shakespeare. Die Lösung des größten literarischen Rätsels (2002; englische Ausgabe 1997) und der Deutsche Walter Klier mit dem Essay Das Shakespeare-Komplott (1994), den er 2004 in erweiterter Form unter dem Titel Der Fall Shakespeare. Die Autorschaftsdebatte und der 17. Graf von Oxford als der wahre Shakespeare herausbrachte. Aus der Feder des Grafen Oxford sind unter seinem richtigen Namen nur einige Gedichte erschienen, so dass der stilistische Vergleich schwerer als bei Marlowe zu führen ist. In einer zeitgenössischen Quelle werden ihm auch Komödien zugeschrieben, doch ist von keiner ein Text überliefert. De Vere war ein hochgebildeter Mann, und seine Verse sind von achtbarer Qualität, doch nichts darin verrät auch nur einen Funken von Originalität und Genie. Im Übrigen starb er bereits 1604, bevor nach breitem Konsens der Wissenschaft Shakespeares gewichtigste Tragödien überhaupt geschrieben wurden. Das zwingt die Zweifler dazu, die gesamte, von einer zweihundertjährigen Forschungstätigkeit immer wieder überprüfte Chronologie der Werke über den Haufen zu werfen.

Vom Grafen Oxford ist übrigens eine pikante Anekdote überliefert. Der Büchersammler John Aubrey (1626–97) hatte unter seinen Papieren über 400 auf Hör
ensagen beruhende biographische Skizzen über Personen des 16. und 17. Jahrhunderts hinterlassen, die 1898 als Aubrey’s Brief Lives herausgegeben wurden. Dort ist zu lesen, dass dem Grafen Oxford, als er sich vor Königin Elisabeth verbeugte, ein Furz entfahren sei, worauf er sich aus Scham sieben Jahre lang vom Hofe fernhielt. Als er dann wieder erschien, habe die Königin ihn mit dem Satz begrüßt: «Den Furz hatte ich bereits vergessen.» Es ist eine Anekdote, die wie alle Anekdoten auf schwachen Füßen steht. Doch immerhin wurde sie weitererzählt, während es keinerlei Zeugnis über Oxfords Autorschaft der Shakespeareschen Dramen gibt.

Wer einen anderen «wahren» Shakespeare vorstellt, muss erst einmal zwingende Gründe nennen, weshalb der Schauspieler aus Stratford es nicht sein kann. Dessen Lebensstationen sind, mit Ausnahme der sogenannten «verlorenen Jahre» von 1585 bis 1592, Jahr für Jahr zuverlässig belegt. Von seinen Stücken kam zwar nur die Hälfte, zum Teil in nicht autorisierten Raubdrucken, zu seinen Lebzeiten unter seinem Namen auf den Buchmarkt, doch sieben Jahre nach seinem Tod erschien eine einbändige Gesamtausgabe, die von den beiden Schauspielern John Heminges und Henry Condell besorgt wurde und zu der berühmte Zeitgenossen wie Ben Jonson überschwängliche Gedichte zum Lob des Verfassers beisteuerten. In einer dieser Lobeshymnen wird ausdrücklich auf Shakespeares Grabmonument in Stratford verwiesen, woraus hervorgeht, dass die Herausgeber, die ja mit dem Dichter befreundet waren, an dessen Autorschaft keinen Zweifel hegten. Eindeutig von Shakespeare selber in Druck gegeben wurden nur seine beiden Versepen aus den Jahren 1593 und 1594, die er dem Grafen Southampton widmete. Hätte der Graf wohl die Widmung akzeptiert, wenn Shakespeare nur der Strohmann eines anderen Verfassers...


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