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Gesammelte Werke: Der Beutezug der Liebe und andere Romane

Das Heiratsjahr + Der Kurier des Kaisers + Der Telamone.
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Produktdetails

Titel: Gesammelte Werke: Der Beutezug der Liebe und andere Romane
Autor/en: Fedor von Zobeltitz

EAN: 9788026817000
Format:  EPUB
Das Heiratsjahr + Der Kurier des Kaisers + Der Telamone.
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8. Juni 2014 - epub eBook - 678 Seiten

Dieses eBook: "Gesammelte Werke: Der Beutezug der Liebe und andere Romane" ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Fedor von Zobeltitz (1857-1934) war ein deutscher Schriftsteller und Journalist. 1882 begann Zobeltitz Romane und Dramen zu schreiben, um sich seinen Unterhalt zu verdienen. Seine Romane hielten sich auf einem humoristischen Unterhaltungsniveau: Triviale Themen über das Offiziersleben, Adelsfamilien, Jungmädchengeschichten und auch Ritterabenteuer. Für einige Jahre war er als Verwalter auf dem väterlichem Gut Spiegelberg tätig. Während dieser Zeit schrieb Zobeltitz regelmäßig u.a. für Neue militärische Blätter und Die Unteroffizierszeitung. In Berlin wurde er Redakteur des Deutschen Familienblattes und Chefredakteur der Illustrierten Frauenzeitung. Aus dem Buch Der Beutezug der Liebe: "Einmal hätte Erni am liebsten die Augen geschlossen. Da fuhr man quer durch gewesenen Waldbestand. Vor zwei Jahren hatte er ihn niederschlagen lassen. Mit der Neuaufforstung sollte gleich begonnen werden. Die Reisighaufen waren schon zusammengetragen und verbrannt worden, das gab einen guten Humus. Aber aus der verdunkelten Erde starrten noch die schwarzen Baumstümpfe, man hatte weder gerodet noch frisch angepflanzt, und als der Förster vorsichtig mahnte, war auch das Geld schon wieder flöten. Das war auf den Spieltischen nach dem Hamburger Derby liegengeblieben - ein schlimmer Tag, ein Teufelstag. Diese schwarze Erde war wie ein boshaft grinsendes Maul voller Zahnlücken. Diesberg tat einen starken Atemzug, als die Blöße hinter ihm lag." Inhalt: Der Beutezug der Liebe Das Heiratsjahr Der Kurier des Kaisers Der Telamone

II


Inhaltsverzeichnis


Im Jahre 1703 lebte zu Zerbst an der Nuthe ein vergnügtes junges Prinzlein, von den Bewohnern des freundlichen Städtchens gewöhnlich Prinz Springinsfeld genannt, weil dieser fürstliche Knabe ein überaus munteres Gebaren hatte, das den getreuen Untertanen gut gefiel. Er besaß auch eine Schwester, die Prinzessin Mangold, und die hatte wiederum eine Kammerjungfer, die Käthe Kleinpeter, ein nettes schwarzes Mädelchen, Tochter des Hofbäckermeisters hinter der Nikolaikirche. Prinz Springinsfeld verliebte sich in die Käthe, wie es junger Menschen Art ist, und da es nicht anders ging, so trachtete er in der Heftigkeit seiner Gefühle danach, sie zu heiraten. Natürlich machte sich das nicht so rasch, denn diese Herzensgeschichte erregte bedeutendes Aufsehen; alle Fürsten des Hauses Anhalt, eine ganze Menge dazumal, traten in Bernburg zu einem Familientage zusammen, um über die geplante Mesalliance zu beraten. Der Dessauer Fürst war sogar vom Niederrhein gekommen, wo es derzeit Kämpfe gab; und da dieser Herr selbst ein kleines Bürgermädchen geehelicht hatte, so gab er auch in diesem Falle die Entscheidung und meinte, man solle dem Springinsfeld nur seine Käthe gönnen, es käme um so weniger darauf an, als der Prinz ja voraussichtlich doch nie zur Regierung kommen würde. Da gab man denn nach, die Zerbster widerstrebend, den anderen war es ziemlich gleichgültig; Springinsfeld verzichtete feierlich auf jedes Sukzessionsrecht und beschwor dies auch stotternd (er stotterte ein wenig), legte geräuschlos seine Würden und Titel ab und nannte sich von da ab Freiherr von Diesberg, nach einem Gutsbesitz, den er übernahm, um etwas zu tun zu haben.

Von ihm stammten also die Diesbergs ab, und sie verkrümelten sich langsam im Laufe der Jahrhunderte. Als die Zerbster Fü
rstenlinie erlosch, kümmerte sich keiner von den Anhaltischen mehr um die bäckermeisterliche Verwandtschaft, das hatten sie übrigens auch vorher nur in geringem Maße getan. Die Diesbergs kamen dahin und dorthin, traten in Kriegsdienste und in die preußische Verwaltung, fielen auf dem Schlachtfelde und starben in den Sielen, und schließlich blieb nur noch ein einziger übrig, Karl Ernst, der genau so ein Springinsfeld war wie der erste seines Geschlechts.

Sein Vater war ein bißchen vernünftiger gewesen, doch nicht allzuviel. Er hieß August mit Vornamen, als Referendar der »schöne August«, und er war in der Tat ein bildschöner Mann. Er wurde auch noch Assessor und übernahm hierauf Bärwalde, nachdem er vorher ein gleichfalls sehr schönes und sehr armes Mädchen geheiratet hatte, ein Komteßchen aus dem Hause Pakisch, aber von der böhmischen Linie. Die gemeinsame Schönheit erbte der einzige Sohn und dazu Bärwalde, das war indes so ziemlich alles.

Ernst hatte man nach häufigem Wechsel seiner Hauslehrer in das Kadettenkorps gesteckt, es war da billig und eine stramme Zucht. Er machte sich dort auch ganz gut, bis er als Sekundaner mit der hübschen Tochter eines Feldwebelleutnants anbändelte, eine Geschichte, die aus dem Dunkel einer Nacht an das hellste Tageslicht kam und ihn nötigte, die Anstalt zu verlassen. Nun wurde er auf einer sogenannten Presse geistig so lange geknetet, daß er das übliche Examen bestehen konnte, und trat dann in ein Dragonerregiment ein, wo er sich durch seinen wundervollen Leichtsinn und seine sportliche Begabung hervortat. Das Regiment war stolz auf ihn. Es gab keinen lustigeren Burschen und keinen besseren Offizier als den Erni Diesberg. Er war ein tüchtiger Frontsoldat und ein ganz famoser Herrenreiter, er war nie Spielverderber, weder beim Jeu noch hinter der Sektflasche, er hatte
erstaunliches Schürzenglück und war der einzige unter den blauen Kameraden, der den Hipparchicus, die Anweisungen des alten Tenophon über die athenische Reitkunst, im Urtext lesen konnte. Griechisch hatte er nämlich zufolge einer Wette binnen Jahresfrist gelernt. So etwas bekam er fertig.

Auf Bärwalde aber geriet er bald auf die schiefe Ebene. Solange die stille sanfte Mutter noch lebte, ging es ja leidlich. Sie regierte den halsstarrigen, heftigen und doch wieder sehr gutmütigen Menschen durch einen Augenaufschlag und ein Senken der Mundwinkel. Aber dann starb sie sehr plötzlich an einem raschen Erlöschen aller Kräfte, und nun jagten sich die Dummheiten Ernis. Er blieb immer in guter Laune und in rosigster Stimmung, und immer blühten Blumen der Hoffnung auf seinen Wegen. Die Zwangsversteigerung seines Besitzes hatte ihm keinerlei Kopfschmerzen bereitet. Sie kam ihm auch nicht unerwartet, sie drohte schon seit Jahren. Seit er gelegentlich seinen Rendanten auf einer Unregelmäßigkeit ertappt, verprügelt und davongejagt hatte, blieb jede Buchführung liegen. Die Ritterschaftsbank ließ es an Mahnungen nicht fehlen. Aber Diesberg öffnete die Briefe gar nicht mehr, und dann sauste eines schönen Tages das Gewitter mit Donner und Einschlag auf ihn herab. Da fuhr er hinüber nach Burgersroda und kneipte sich mit Simmens fest. »Gut, daß es so weit ist«, sagte Sir Edward. »Es mußte einmal zum Klappen kommen. Nun laß mich freundlichst die Sache in die Hand nehmen. Ich werde den Rummel schon fingern. Ich kaufe die Klitsche zum Hypothekenstand, darüber geht keiner, das steht fest. Dann machen wir es so. Wir bringen das Gestüt nach Bärwalde. Feld und Wiese müssen es erhalten. Wir führen gemeinsame Wirtschaft. Ich schaffe die neue Beleihung, und für die Hälfte verschreibst du mir als Sicherung deine Gäule und di
e Schloßeinrichtung. In drei Jahren, das garantiere ich dir, sind wir so weit, daß du alle deine Schulden los bist. Ich will dir auch innerhalb einer bestimmten Frist das Rückkaufsrecht freistellen – unter gewissen Kautelen. Bärwalde eignet sich besser zur Zucht als Burgersroda. Es hat die wunderschönen Weiden, und wenn wir den Acker instand bringen, haben wir auch Körnerfutter im Überfluß. Wir werden den ewigen Druck von Grabitz und Trakehnen zu brechen versuchen. Wir werden einmal zeigen, daß sich auch ein Privatgestüt auf der Höhe halten kann. Das soll mein Ehrgeiz sein …«

*

Diesberg war begeistert. Er schlief ruhig bis in den verhängnisvollen Morgen hinein. Durch die geschlossenen Fenstervorhänge wand sich ein Strahl der Herbstsonne und glitzerte über seine Augen. Da wachte er auf, gähnte und reckte sich. Sofort fiel ihm ein, daß sich heute seine Zukunft entscheiden sollte. Aber er lächelte. Über das hübsche, glattrasierte, brünette Gesicht flog ein Reflex der Frühsonne. Er richtete sich auf und schlug mit der flachen rechten Hand auf die Bettdecke. Nun konnte also endlich einmal Ordnung in die Bude kommen! Ein bißchen verfahren war die Geschichte in letzter Zeit gewesen, das war richtig. Auf seinem Schreibtische lagen Stapel unaufgebrochener Briefe – er wußte aus den Firmen aus den Kuverts, daß sie vom Schneider kamen, vom Schuster, vom Juwelier, vom Wäschehändler, von einer Handlung für künstliche Düngemittel, von einer Motorenfabrik, Gott weiß von wem. Noch ein paar Wechsel mußten im Umlauf sein – warum meldeten die Leute sich nicht auch? Diesberg lachte. Vergessen würden sie ihn schon nicht.

Er klingelte. Gerrlich schob sich durch die Tür, der alte Diener, an dessen zeitlosem Gesicht sonst jede Erregung spurlos vorüberging.


»Guten Morgen, Herr Baron«, sagte er und setzte das Rasierwasser vor den Spiegel.

»Morgen, Gerrlich. Na, nun könnten wir wohl so sachteken aufstehen. Hat Herr Simmens oder Graf Pakisch etwas von sich hören lassen?«

»Ein Briefchen aus Freilehningen ist gekommen, Herr Baron, aber ich weiß nicht, ob von dem Herrn Grafen … Der Milchmann aus Freilehningen hat es abgegeben, als er zur Bahn fuhr.«

Gerrlich legte die Wäsche seines Herrn zurecht. »Welchen Anzug, Herr Baron?« fragte er.

Diesberg warf die Beine aus dem Bett. »Irgendeinen. Den dunkelgrauen. Kann man noch auf der Veranda frühstücken?«

»Es ist ein schöner Tag«, sagte Gerrlich und seufzte ganz leise. Erni schaute ihm in das feiste alte Gesicht.

»Hallo, treue Seele,« rief er, »was ist denn los? Das war doch eben ein hörbares Seufzerchen. Na, und nu – liebes altes Kluckhuhn, jetzt kullern dir gar die Tränen über die Backen! Bist du denn rein des Deubels?«

Gerrlich heulte wahrhaftig. Er verlor Gleichmaß und Würde. »Es kommt mal so«, schluchzte er und wischte mit dem Handrücken über die Augen und kramte dann wieder im Kleiderschrank.

»Ja, aber warum bloß um Gottes willen? Ich bin doch nicht über Nacht gestorben. Hier sitze ich auf dem Bettrand und bin immer noch da!«

Jetzt wandte Gerrlich sich um und zog die Breeches aus dem stählernen Hosenschoner. »Aber wie lange noch?« sagte er mit einer Jammermiene. »Wir wissen ja doch Bescheid, gnädiger Herr. In der Küche sitzen die Mamsell und die Mädchen und flennen auch. Der Inspektor sieht aus, als ob er …«

Er schluckte, legte mit geschickter Bewegung die Hosen in die Bügelfalte und hing sie über die Stuhllehne.

Erni hatte sich, n
och im Nachthemd und mit nackten Beinen, eine Zigarette angesteckt. Er blies den Rauch durch die Nase. »Also das ganze Haus jammert«, sagte er mit einem Lächeln, das nur den linken Mundwinkel bog. »Warum? Ich will annehmen aus Anhänglichkeit. Gerrlich, hat dir Isenau pünktlich deinen Monatslohn ausgezahlt? Seit der Rendant fort ist, sollte Isenau die Lohnzahlungen übernehmen. Ich habe mich nicht darum bekümmert. Ist das immer geschehen?«

Der Alte winkte nur mit der Hand. Da stieg vom Halse auf eine starke Röte in das Gesicht Diesbergs. »Himmeldonnerwetter,« rief er, »ich werde...


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