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Der Kommissar von Barfleur

Ein Kriminalroman aus der Normandie. 1. Auflage. 1 Kart…
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Produktdetails

Titel: Der Kommissar von Barfleur
Autor/en: Maria Dries

EAN: 9783841208330
Format:  EPUB
Ein Kriminalroman aus der Normandie.
1. Auflage.
1 Karte.
Aufbau Digital

5. November 2014 - epub eBook - 320 Seiten

"Bonjour, Monsieur le Commissaire!". Philippe Lagarde, ein ehemaliger Kommissar, hatte eigentlich vor, sich in seinem malerischen Dorf Barfleur zur Ruhe zu setzen. Allenfalls wollte er seiner Freundin Odette beim Kochen helfen und vielleicht dann und wann aufs Meer hinausfahren. Doch als ein deutscher Student auf mysteriöse Weise verschwindet, ist Lagardes Hilfe gefragt. Er hat nur einen Hinweis: eine Postkarte von Barfleur, die der junge Mann vor seinem Verschwinden abgeschickt hat. Bald findet Lagarde die erste Spur - und eine Leiche... Auch die malerische Normandie hat ihre gefährlichen Seiten - ein Kriminalroman mit besonderem Flair und Lokalkolorit.
Maria Dries wurde in Erlangen geboren und hat Sozialpädagogik und Betriebswirtschaftslehre studiert. Heute lebt sie mit ihrer Familie in der Fränkischen Schweiz. Schon seit vielen Jahren verbringt sie die Sommer in der Normandie.Im Aufbau Taschenbuch sind bisher ihre Krimis »Der Kommissar von Barfleur«, »Die schöne Tote von Barfleur«, »Der Kommissar und der Orden von Mont-Saint-Michel«, »Der Kommissar und der Mörder vom Cap de la Hague« und zuletzt »Der Kommissar und der Tote von Gonneville« erschienen.

DIE WILDGÄNSE VON PIROU


Die Straße verlief quer über die Halbinsel und führte sie im Hinterland kerzengerade durch eine hügelige Landschaft. Dichte, dunkle Wälder säumten den Weg, von dem hin und wieder eine Allee zu einem prachtvollen Herrenhaus führte. Früher hatte der Landadel dort gejagt. In Saint-Sauveur-le-Vicomte, im Herzen des Cotentin, passierten sie das imposante Schloss mit den beiden Ringmauern, dem Gefängnisturm und dem rechteckigen Bergfried. Die Festungsstadt hatte im Hundertjährigen Krieg eine bedeutsame Rolle gespielt.

Die Landschaft veränderte sich. Sie wurde flach, und Weideland, durchbrochen von Ackerflächen, aus denen Porreestangen ragten, erstreckte sich so weit das Auge reichte.

In Saint-Germain führten parallel verlaufende Stichstraßen, die Blumennamen trugen, zum Strand. Die breiten Hauptstraßen durchzogen den Ort diagonal und waren nach großen französischen Städten benannt. Sie bogen links in den Boulevard Bordeaux, dann rechts in den Ginsterweg. Das Haus der Familie Arnaud lag in der zweiten Reihe hinter den Dünen. Es herrschte Flut. Die Wellen donnerten gegen den Damm, dessen riesige Steinklötze den Wassermassen trotzten. Neben der Rettungsstation war die rote Flagge gehisst und flatterte im Westwind. Ein einsamer Schwimmer pflügte dennoch durch die brodelnde Gischt.

Silberpappeln, die sich am Ginsterweg aufreihten, bogen sich in den Böen, und die weißfilzige Unterseite ihrer dunkelgrünen Blätter glitzerte silbrig. Ein Möwenschwarm überflog die Häuser und schrie gegen den Wind an.

Sie parkten am Straßenrand und liefen über den Rasen zur Eingangstür. Im Garten standen ein Traktor und ein Boot auf einem Trailer. Wäsche wurde um die Leine gewirbelt, und Kinderfahrräder sowie Spielzeug lagen verstreut in der Auffahrt.

Lagarde klingelte. Eine junge, schwangere Frau mit einem Kleinkind auf dem Arm öffnete. Hinter ihr versteckte sich ein etwa sechsjähriges Mädchen und klammert
e sich an den Schürzensaum seiner Mutter.

Die Frau erkannte den Gendarm wieder und lächelte freundlich. Sind Sie immer noch auf der Suche nach dem netten jungen Deutschen?

Guten Tag, Madame Arnaud. Leider ja. Dürfen wir eintreten?

Natürlich, gerne. Ich hatte gehofft, dass David in der Zwischenzeit wieder aufgetaucht ist. Jetzt mache ich mir wirklich Sorgen.

Sie führte ihren Besuch in die Küche und setzte den kleinen Jungen auf eine Decke. Seine Schwester gesellte sich zu ihm und begann aus bunten Bauklötzen einen Turm zu bauen. Mit ernstem Gesichtsausdruck sah er ihr zu.

Darf ich Ihnen einen Kaffee anbieten?, fragte Madame Arnaud.

O ja, sehr gerne, erwiderte Lagarde und stellte sich vor.

Madame Arnaud, David Engelhardt hat fast den ganzen Juni bei Ihnen gewohnt. Warum ausgerechnet hier in diesem Ort? Verstehen Sie mich nicht falsch. Hier ist es wunderschön, aber doch recht ruhig und abgelegen. War ihm das nicht zu langweilig, ohne Disco, ohne Strandpartys?

David hat mir erzählt, dass er seine Ruhe haben will und Zeit zum Nachdenken braucht. Er hat sich hier sehr wohl gefühlt.

Wie war er denn so?

Er war ein ganz lieber Kerl. Hilfsbereit, höflich, mit guten Manieren. Und ordentlich. Ich habe einmal in der Woche sein Ferienappartement geputzt und die Handtücher gewechselt. Das Geschirr war immer gespült, der Boden gefegt, und seine Kleidung hing im Schrank. Er sprach sehr gut Französisch. Wir sind prima miteinander ausgekommen.

Was hat David denn den ganzen Tag gemacht?, wollte Roselin wissen.

Als er ankam, machte er einen sehr traurigen Eindruck. Er unternahm lange Strandspaziergänge bei jedem Wetter, und er las viel. Er machte sich häufig Notizen in einem kleinen Buch, das er immer bei sich führte. Ich vermute, es war sein Tagebuch. Und er fotografierte viel, Landschaftsaufnahmen.

Einmal, als Sturm herrschte, lag er unter einer Plane auf den Dünen und machte Bilder mit einem la
ngen Objektiv.

Sie schenkte Kaffee ein, stemmte beide Hände in den Rücken und streckte sich. Anscheinend hatte sie Schmerzen. Die Schwangerschaft war schon weit fortgeschritten. Fürsorglich drückte sie jedem ihrer Kinder einen Keks in die Hand und fuhr fort: Mein Mann Hubert beschloss, ihn ein wenig aufzumuntern und abzulenken, damit er auf andere Gedanken kommt. Er nahm David mit aufs Meer zum Fischen. Bei Ebbe wird das Boot auf einen Trailer geladen und mit dem Traktor bis an das Ufer gezogen. Dort wird es abgeladen und ins Wasser geschoben. Nach dem Fischen muss das Boot wieder auf den Anhänger. Für eine Person ist das machbar, aber nicht ganz einfach, weil das Boot in der Dünung schaukelt und sich vom Trailer wegdreht. Da ist man froh über zwei Hände, die mit anpacken. David fand Spaß am Fischen. Die körperliche Arbeit tat ihm gut. Ja, er war richtig talentiert. Die Fischer nahmen ihn in ihren Kreis auf, und der junge Mann wurde von Tag zu Tag fröhlicher.

Der kleine Junge lutschte an seinem Keks und strahlte. David, plapperte er.

Madame Arnaud lachte. Meine Kinder haben ihn geliebt. Stundenlang hat er am Strand Sandburgen mit ihnen gebaut, mit einer Engelsgeduld. Ganze Festungsanlagen waren das, mit Verzierungen aus Muschelschalen und Strandgut. Danach ging es in die Eisdiele. Ich war ihm sehr dankbar. So konnte ich mich ab und zu ein wenig ausruhen.

Madame Arnaud, dürfen wir uns die Ferienwohnung anschauen?, erkundigte sich Lagarde.

Selbstverständlich. Kommen Sie mit.

Sie führte die Ermittler in eine Einliegerwohnung, die aus einem Schlafzimmer, einer Küche und einem kleinen Wohnzimmer mit Essecke bestand. Sie war gemütlich und liebevoll eingerichtet. Die Glastür einer breiten Fensterfront führte auf eine Terrasse. Von dort verlief eine Holztreppe zu einer Plattform auf der Düne. Madame Arnaud zeigte nach oben. Dort war sein Lieblingsplatz. Stundenlang konnte er auf das Meer schauen.

Er hatte ein gutes Fernglas.
Manchmal hat er sogar in einem Schlafsack auf den Planken übernachtet.

Hatten Sie die Ferienwohnung nach Davids Abreise wieder vermietet?, fragte der Kommissar.

Leider nein. Die meisten Gäste erwarten einen Meerblick, den wir leider nicht bieten können. Wir sind aber auf die Einkünfte angewiesen und brauchen jeden Cent. Deshalb versuchen wir es außerhalb der Hauptsaison mit Sonderpreisen.

Lagarde und Roselin sahen sich im Schlafzimmer um. Der Gendarm öffnete den Kleiderschrank. Darin lagen Wolldecken und zusätzliche Kissen ordentlich gestapelt.

Ich glaube nicht, dass Sie etwas finden, meinte Madame Arnaud. Nach Davids Abreise habe ich die Wohnung saubergemacht.

Haben Sie etwas gefunden, was David gehört hat?, erkundigte sich Roselin.

Nein, er hat nichts vergessen. Die meisten Gäste lassen irgendetwas liegen. Aber nicht David.

Als der Gendarm das Schlafzimmer verließ, stieß er mit seinem groben Stiefel an den geschwungenen Fuß einer Kommode, die verrutschte. Ein Zettel, der zwischen dem hinteren Teil des Möbelstücks und der Wand eingeklemmt war, segelte auf den Boden. Lagarde bückte sich schnell und ließ ihn unauffällig in seiner Hosentasche verschwinden.

Sie bedankten sich bei Madame Arnaud und verabschiedeten sich. Im Wagen entfaltete Lagarde den Zettel und las die Notiz.

Château Pirou, stand da, Treffpunkt um Mitternacht am zweiten Wachhäuschen.

Die Nachricht war in französischer Sprache verfasst.

Roselin kannte das Château Pirou. Es war die älteste Burg in der Normandie, die besichtigt werden konnte. Sie lag etwa zehn Kilometer südlich von Saint-Germain. Man nahm an, dass der Bau der trutzigen Festung an der Stelle einer ehemaligen Wikingersiedlung im 11. Jahrhundert begonnen worden war.

Einige Fahrzeuge mit ausländischen Nummernschildern standen auf dem Parkplatz der Burganlage, die von vierzehn bis achtzehn Uhr besichtigt werden konnte. Sie war von Wassergräben
umgeben, auf denen Entengrütze und Schlingpflanzen dümpelten, und mit mächtigen Wällen und Toren befestigt. Sie folgten dem Schotterweg und durchschritten den Torbogen des ersten Wachhäuschens. Plötzlich griffen zwei bleiche Hände nach den Stäben des vergitterten Fensters, umklammerten sie und rüttelten daran. Hilfe, ertönte hohl eine Stimme aus dem Inneren des grob gemauerten Gebäudes. Zu Hilfe. Warum hilft mir denn keiner? Roselin fuhr erschrocken zusammen und stürzte auf die Tür zu, als ein Junge heraussprang und sich über seinen Streich totlachen wollte. Dann rannte der Junge davon.

Der Weg machte eine Biegung und gab den Blick auf die Burg frei. Über der grün bewachsenen Festungsmauer jenseits des Grabens erhob sich die Anlage. Sie war L-förmig errichtet. Im kürzeren Teil befanden sich der Wachraum neben der ehemaligen Zugbrücke und die Küche, und im ersten Stock war der Speisesaal untergebracht. Im längeren Flügel hatten früher die Gemächer der Bewohner gelegen. Ein massiver Glockenturm und Kamine überragten die Burg.

Nachdem der Gendarm sich von seinem Schreck erholt hatte, überlegte er: Vielleicht hat David Engelhardt etwas gesehen oder beobachtet. Er hat stundenlang mit einem Feldstecher auf das Meer geschaut. Und er hat viele Fotos mit einem Teleobjektiv gemacht. Er könnte Schmugglern auf die Spur gekommen sein. Dann stellt er sie zur Rede oder erpresst sie. Die Burschen schlagen einen Treffpunkt vor, um zu verhandeln, und dann Er fuhr sich mit der Handkante über die Kehle. Die Bande macht kurzen Prozess, eliminiert den Zeugen und wirft ihn, beschwert mit Steinen, in den Burggraben. Oder noch besser in den Ziehbrunnen im Innenhof der Burg. Wir...


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