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Eulenkopf

Der erste Fall für Kommissar "Worschtfett".
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Produktdetails

Titel: Eulenkopf
Autor/en: Charly Weller

EAN: 9783954412112
Format:  EPUB
Der erste Fall für Kommissar "Worschtfett".
KBV Verlags- & Medien GmbH

10. Oktober 2014 - epub eBook - 300 Seiten

Ein Krimi-Debüt wie ein Faustschlag

Am Eulenkopf in Gießen hat man einen Toten kopfüber in einen Gully gesteckt. Seine Kehle wurde durchtrennt, und in seinem Unterleib findet die Rechtsmedizin Reste eines explodierten Chinakrachers. Jemand hat ihn wohl so verachtet, dass er ihn im Tod noch besudeln wollte.

Wer ist der tote Mann und warum wurde er so roh zugerichtet?
Die folgenden Ermittlungen sind eine Achterbahnfahrt durch die abgründige Vergangenheit des Toten. Das reicht von perfider Gehirnwäsche im Vogelsberg über infame Spionage in Heuchelheim bis hin zu sexuellem Missbrauch in der Wetzlarer Spilburgkaserne.

Der Eulenkopf ist eine Siedlung am Stadtrand von Gießen, verschrien als wild und gefürchtet, und die Sprache der Anwohner ist "Manisch", ein Sonderwortschatz jenisch-rotwelschen Ursprungs. Etwas, das man spricht, wenn man Geheimnisse austauscht.

Für Roman Worstedt, Kommissar mit manischen Wurzeln und hinter seinem Rücken bisweilen "Worschtfett" genannt, ist es die erste Ermittlung nach drei Jahren Zwangspause.
Charly Weller, geb. 1951 in Marburg a. d. Lahn, ist von Hause aus Filmemacher.
Nach seiner Jugend in Gießen und Wetzlar studierte er zunächst Theologie-, es folgte das Jura- und Publizistikstudium in Berlin.
Zwischenzeitlich betätigte er sich als Fotograf, Journalist, Taxifahrer, Versicherungsvertreter und Kinobetreiber.
Nach der Regieassistenz unter Peter Fleischmann drehte er erste eigene Filme und wurde ausgezeichnet u. a. mit dem "Prix du Jury" in Cannes und dem "Max-Ophüls-Förderpreis".
Er war Regisseur zahlreicher Folgen von TV-Krimi-Serien wie "Ein Fall für Zwei", "Die Kommissarin", "Im Namen des Gesetzes" und anderen.
Heute arbeitet er als Chef von "Mittelhessen-TV" und lebt mit seiner Frau Ritchie zwischen Gießen und Wetzlar.

DER TRAUM


Frank Krokoczinski, Einsatzleiter
Polizeipräsidium Mittelhessen, Gießen:


Immer wieder derselbe Traum, hatte er gesagt, sie schlägt ihre Augen auf, lächelt mich an, streckt eine Hand aus dem Sarg und sagt: Komm zu mir, Papa, komm doch zu mir.

Im Krankenhaus hatten sie ihm gesagt, sie hätte noch anderthalb Jahre. Dann waren es gerade mal noch fünf Wochen. Scheiß Krebs. Gerade mal vierundzwanzig war sie geworden. Mir war klar, dass es eine lange Zeit dauern würde, bis Roman darüber hinweg wäre.

Vier Tage, nachdem seine Tochter gestorben war, saß er mir wieder gegenüber. Sein Blick ging schnurstracks in einen dunklen Tunnel. Ich brauchte mehrere Anläufe, bevor ich ihn dazu bewegen konnte, damit rauszurücken, was los war.

Schließlich erklärte er, seine Geschiedene habe ihm eröffnet, dass er gar nicht der leibliche Vater seiner verstorbenen Tochter sei. Gleichzeitig habe sie ihn von der Beerdigung ausgeladen, weil der Erzeuger mit seiner Familie aus Biberach erwartet würde.

Als er fertig war, konnte keiner mehr was sagen. Ich nicht, und er auch nicht. Irgendwann habe ich dann meine Hand ausgestreckt und gesagt: Roman, gib mir deine Waffe.

Ich wusste, dass er sich nicht von der Beerdigung seiner Tochter würde ausladen lassen, und ich hatte Angst, dass er etwas tun könnte, was er hinterher bereut.

Er sah mich an und entgegnete: Du willst meine Dienstwaffe?

Ich nickte stumm.

Für wie lange?

Ich sagte: Das weiß ich nicht. Das kommt drauf an, wie lange du brauchst, um wieder zu dir zu kommen.

In dem Moment kam ich mir vor wie in einem Film oder in einer Geschichte, die man in einem Buch oder in der Zeitung liest. Obwohl wir bei unserer Arbeit permanent mit Dingen zu tun haben,
die den meisten Menschen nie passieren, ging das, was Roman Worstedt in dem Moment zu verkraften hatte, weit über alles hinaus, was ich bisher erlebt hatte.

Ich konnte nachvollziehen, was es für ihn bedeuten musste, sich von seiner Dienstwaffe trennen zu müssen. Für ihn war es bis dahin das Größte in seinem Leben, dass er es zur Polizei geschafft hat. Seine Voraussetzungen dafür waren alles andere als rosig. Er war auf der Gummiinsel großgeworden. Wenn er heute darauf angesprochen wird, will er nichts mehr davon hören.

Ich kenne ihn schon, seit er fast noch ein Kind war. Er muss elf oder zwölf gewesen sein, als er zu uns ins Kinderkarate kam. Damals war ich Anfang zwanzig und frisch gebackener Kriminalkommissar.

In unserem Karateverein war ich für das Training der Kindergruppe zuständig. Als der Roman in die Gruppe kam, war auffällig, dass er nicht nur sehr diszipliniert war, sondern auch ausgesprochen talentiert. Karate war einfach seine Sache. Er hatte ein total gutes Auge dafür, den Angriff eines Gegners im Ansatz zu erkennen, um seinen Gegenangriff bereits zu starten, bevor sein Gegenüber überhaupt angreifen konnte. Deshalb dauerte es auch nicht lange, bis er an Wettkämpfen teilnahm und mit siebzehn dann zum ersten Mal deutscher Jugendmeister in Kumite wurde, der Disziplin des freien Kampfes im Karate.

Bald darauf hatte er seine Lehre als Kfz-Mechaniker hinter sich und wollte zur Polizei. Weil ich in seiner Bewerbung persönlich genannt wurde, sollte ich eine Stellungnahme abgeben. Bis dahin war es in Gießen noch nie vorgekommen, dass ein Mano Polizist werden wollte. Es war nicht gerade einfach für mich, die Präsidiumsleitung davon zu überzeugen, dass es eine Bereicherung wäre, jemanden mit manischen Wurzeln in den eigenen Reihen zu haben, jemanden, der perfekt manisch sprechen konnte und damit vertraut war, wie man in diesen Kreisen tickt. Ihm hatte ich gesagt: Bau bloß kein Scheiß,
und er hatte geantwortet: Alles klar.

Als er dann die Polizeischule in Wiesbaden hinter sich hatte, war er erst mal für zwei Jahre in Frankfurt. Beim Vierten Revier am Wiesenhüttenplatz, das für das Bahnhofsviertel zuständig ist. Das war eine harte Schule, durch die er da gegangen ist. Neben der Davidswache in Hamburg ist dieses Revier mit Abstand das heißeste Pflaster in Deutschland. Wer da zugange war so wie der Roman, der hat das Leben kennengelernt, dem war keine menschliche Schwäche mehr fremd, keine.

Zu der Zeit hat Roman auch seine Frau kennengelernt, die Maria. Eine Zeit lang waren sie zusammen auf Streife im Bahnhofsviertel unterwegs, dann hat sie sich zu einer Soko gegen häusliche Gewalt versetzen lassen. Bald nach der Heirat haben sie einen Sohn gekriegt, den Leon, der jetzt in Berlin lebt.

Als erneut Nachwuchs ins Haus stand, wollten sie weg von Frankfurt. Sie wollten nicht, dass ihre Kinder in der Großstadt aufwuchsen und wollten auch raus aus dem Dunstkreis des Bahnhofsviertels. So sind sie hierher nach Gießen gekommen, wo dann ihre Tochter Sophie zur Welt kam. Vier Jahre später war ihre Ehe am Ende. Bei der Scheidung wurde die Sophie ihrer Mutter zugesprochen und der Leon dem Roman.

Roman Worstedt war von Anfang an ein super Bulle. Ich habe noch nie jemanden erlebt, der so sensibel darauf geeicht war zu merken, wenn er angelogen wurde. Man konnte ihm nichts vormachen. Er hatte die besten Sensoren, die man sich nur vorstellen kann, um zu checken, wenn an einer Sache was faul war. Diese Fähigkeit hatte er ganz offensichtlich deshalb, weil er in seiner Kindheit so verdammt oft angelogen worden war und selbst auch so oft lügen musste, um überhaupt über die Runden zu kommen.

Gleichzeitig hatte er eine Beziehung zur Gewalt, die ihn saumäßig gefährlich machte. Einmal war es vorgekommen, dass ihm ein Verdächtiger handgreiflich kommen wollte. Der Mann stand im
Verdacht, die Tochter seines Nachbarn sexuell missbraucht und umgebracht zu haben. Dem hat der Roman mit einem Halbkreisfußtritt einem Mawashi-Geri, wie es im Karate heißt das Jochbein gebrochen, ohne dass er dafür seine Kaffeetasse abstellen musste.

Vor anderthalb Jahren hat er dann seinen Scheinvaterregress gegen die Maria und Sophies vermeintlichen Erzeuger in Angriff genommen. So ein Verfahren, wurde ihm damals gesagt, sei ein ziemlich aufwendiges Prozedere, das sich leicht über Jahre hinziehen könne. Die erste Voraussetzung dafür war die Anfechtung der Vaterschaft. Nachdem Romans Anwalt eine entsprechende Klage eingereicht hatte, haben seine Ex und Sophies vermeintlicher Erzeuger eine Abweisung der Klage wegen Verfristung beantragt, weil der Roman angeblich schon immer gewusst hätte, nicht der leibliche Vater seiner Tochter gewesen zu sein. Um diese unwahre Behauptung zu untermauern, wurden in zahllosen Schreiben und Anhörungen vor Gericht die aberwitzigsten Lügen aufgetischt. Die Entscheidung des Gerichts, ob der Einwendung wegen Verfristung entsprochen oder Romans Klage auf Vaterschaftsanfechtung stattgegeben wird, steht noch aus.

Schwierige Sache. Jedenfalls hat seine Fähigkeit, anderen zu vertrauen, durch die ganze Geschichte einen ziemlichen Knacks abbekommen. Außerdem muss man bei Roman total aufpassen, dass in seinem Beisein niemals was mit Achterbahn thematisiert wird. Das hat den Grund, dass er aus einer alten Schaustellerfamilie stammt und sein Vater beim Aufbau einer Achterbahn ums Leben kam. Dazu war es gekommen, weil der alte Worstedt beim Aufbau der Bahn mit einer jungen Mitreisenden in einem der Wagen seinen Spaß hatte. Dabei soll sich der Wagen ohne ersichtlichen Grund in Bewegung gesetzt haben und am höchsten Punkt der Bahn ungebremst aus dem Fahrbahnwerk abgeschmiert sein. Roman konnte gerade noch seinem kleineren Bruder Philipp die Augen zuhalten, damit der das nicht mit ansehen musste. Seitdem hat der
Roman da einen Knall weg.

Was den Alkohol angeht, so hat er bisweilen zwar noch seine Rückschläge. Aber im Großen und Ganzen ist er auf einem guten Weg. Er wird das hinkriegen, da bin ich mir hundertprozentig sicher.

Als beim Kriminaldauerdienst die Nachricht einging, dass da am Eulenkopf eine Person leblos in einem Gully steckt, war klar, dass es keine bessere Gelegenheit geben konnte, den Roman wieder aktiv in den Ermittlungsdienst einzubinden. Wenn am Eulenkopf jemand durch eine Gewalttat ums Leben gekommen war, mussten die Ermittlungen jemandem übertragen werden, der mit manischen Gepflogenheiten vertraut war. Das war so klar wie Kloßbrühe.

Deshalb habe ich ihn sofort angerufen. Zuerst auf dem Festnetz, dann auf seinem Handy. Er hat mir gesagt, dass er nicht daheim sei und zehn Minuten brauche, um seine Dienstwaffe zu holen. Ich sagte, er solle einfach in zehn Minuten bei sich zu Hause auf der Straße stehen, ich würde einen Streifenwagen schicken.

Als ich dann noch sagte, dass ich ihm die neue Kollegin Maritz zugeteilt hätte, war er alles andere als erfreut.

Warum denn das? Warum um alles in der Welt eine Frau?, fragte er, das muss doch nicht sein! Und er verwies darauf, wie schlimm er die Zusammenarbeit mit seiner Maria immer noch in Erinnerung habe.

Ich...


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