Auf welche Weise ist das Utopische in der Krise des Exils an die Erfahrung der Entortung gebunden? Die Beiträge betrachten imaginäre Diskurse in der Exilliteratur.
Die Forschung betrachtet Flucht- und Exilerfahrungen noch immer vornehmlich mit Bezug auf die Vergangenheit. Doch ein bedeutender Teil der Exilliteratur wird von Diskursen des Zukünftigen und in potenzierter Form des Utopischen begleitet. Dieses utopische Potenzial des Exils wurde bisher nicht systematisch aufgearbeitet. Die Beiträge aus der Germanistik und anderen Philologien untersuchen u. a. , welche Zeiten und Räume sich das Utopische im Exil aneignet. Sie gehen den zahlreichen Beispielen für Nicht-Orte in der Exilliteratur nach und zeigen, dass sich in der Erfahrung der Krise häufig Utopie und Dystopie überschneiden.