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Das Feld

Roman.
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Produktdetails

Titel: Das Feld
Autor/en: Robert Seethaler

ISBN: 3446260382
EAN: 9783446260382
Roman.
Hanser Berlin

4. Juni 2018 - gebunden - 238 Seiten

Wenn die Toten auf ihr Leben zurückblicken könnten, wovon würden sie erzählen? Einer wurde geboren, verfiel dem Glücksspiel und starb. Ein anderer hat nun endlich verstanden, in welchem Moment sich sein Leben entschied. Eine erinnert sich daran, dass ihr Mann ein Leben lang ihre Hand in seiner gehalten hat. Eine andere hatte siebenundsechzig Männer, doch nur einen hat sie geliebt. Und einer dachte: Man müsste mal raus hier. Doch dann blieb er. In Robert Seethalers neuem Roman geht es um das, was sich nicht fassen lässt. Es ist ein Buch der Menschenleben, jedes ganz anders, jedes mit anderen verbunden. Sie fügen sich zum Roman einer kleinen Stadt und zu einem Bild menschlicher Koexistenz.
Robert Seethaler, geboren 1966 in Wien, ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller und Drehbuchautor. Seine Romane "Der Trafikant" (2012) und "Ein ganzes Leben" (2014) wurden zu großen internationalen Publikumserfolgen. 2018 ist sein neuer Roman "Das Feld" erschienen. Robert Seethaler lebt in Wien und Berlin.
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"Seethaler achtet darauf, Erwartungen nicht zu simpel zu bedienen ... Das Sittenbild des Ortes entsteht gleichwohl planvoll, aber beiläufig genug ... Seethalers Humor ist nüchtern wie sein Sinn für das Drama." Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 27.06.18

"Seethaler versteht es, mit Respekt und Feingefühl die unterschiedichen Charaktere in der jeweiligen Reseweise oder auch im prinzipiellen Gestus hörbar zu machen ... Wie viel Sorgfalt dabei dahintersteckt, erschließt sich nicht immer gleich. Diese luftigen Fädengespinste zu finden ist für eine gewinnbringende Lektüre aber genauso wenig Voraussetzung wie das Entschlüsseln der überraschenden Schlusspointe mit einer letzten und sehr leisen Liebesgeschichte." Evelyne Polt-Heinzl, Die Presse, 23.06.18

"Wenn ein Autor 29 Tote ihr Kleinstadt-Leben erzählen lässt; wenn es ihm gelingt, den Leser noch mit der banalsten Episode zu berühren, ohne aus der Jenseits-Nummer Kitsch werden zu lassen; wenn er die Biografien Stück für Stück zusammenwachsen lässt und einen Roman daraus macht - dann muss das ein großer Erzähler sein. Seethaler eben." Stephan Hebel, Frankfurter Rundschau, 22.06.18

"Seethaler erzählt mit nüchternem Gestus, ohne aufzutrumpfen, ohne davon ein Aufheben zu machen, aber jedenfalls mit einer erzählerischen Emphase, die umso eindrücklicher ist, als sie sich allein aus einer fast aufreizenden Beiläufigkeit des Erzählens ergibt." Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 22.06.18

"Einer der guten Gründe Bücher zu lesen, ist die Neugier auf das, was jene Menschen gedacht und gefühlt haben, die auf dem Friedhof liegen. Robert Seethaler macht daraus ein poetisches Programm und lässt in seinem neuen Roman 29 Personen aus der fiktiven Kleinstadt Paulstadt auftreten, die alle auf dem Friedhof liegen. Ihr Lebensfazit fällt spannend und sehr unterschiedlich aus ... Ein Buch, das einen enormen Sog ausübt, indem es Tote buchstäblich lebendig macht." Denis Scheck, SWR3, 12.06.18

"Ein typischer Seethaler-Satz, ruhig und tief wie ein Bergsee, schlank und doch massiv wie ein Berg." Barbara Weitzel, Welt am Sonntag, 10.06.2018

"Das alles ist so wunderbar arrangiert, ... dass man mit dem Lesen eigentlich gar nicht mehr aufhören möchte, dass man traurig ist, zum Schluss zu kommen ... Das was er beherrscht wie wenig andere Autoren in der deutschen Literaturgeschichte, ist, allen seinen Figuren eine ganz tiefe Würde zu verschaffen." Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.06.2018

"In 'Das Feld' wird ein ganzes Gefüge in den Blick genommen, lauter Leben, um die es sämtlich leise geblieben wäre, hätte sich nicht Seethalers Phantasie und Kompositionsgeschick ihrer angenommen ... Diese Liebe Seethalers zu seinen Figuren wiederum berührt. ... Die Lektüre von 'Das Feld' wünscht man sich länger, so viel länger." Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.06.2018

"Die Prosa der Paulstädter Toten ist von Einfachheit und karger Schönheit ... In dieser Kargheit liegt die Stärke des Buches und seines Autors ... Robert Seethaler ist ein Meister des unheroischen Erzählens ... Auch dem neuen Roman bekommt die deeskalierende Unaufgeregtheit ausgesprochen gut ... In ihren besten Momenten erinnert Robert Seethalers Erzählung von der sanften Schönheit des Scheiterns an den Literaturheiligen Robert Walser." Iris Radisch, DIE ZEIT, 07.06.2018

"Da steckt sehr viel Gefühl darin, aber Robert Seethaler schafft es, das in eine Form zu bringen, die eben gar nicht so gefühlig oder gar pathetisch ist, sondern eher im Gegenteil, das ist ja sehr einfach im besten Sinne, wie er schreibt." Andrea Gerk, Deutschlandfunk Kultur, 07.06

"Wer die Bücher von Seethaler kennt, der weiß, danach fühlt man sich auf eine poetische Weise immer ein kleines bisschen lebendiger ... Das ist natürlich sehr treffend erkannt von Seethaler: Es gibt einzelne Erlebnisse, einzelne Erfahrungen, die jeder Mensch macht und die ein Leben da
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein dichter, poetischer und philosophischer Roman - von Winfried Stanzick - 08.08.2018 zu Robert Seethaler „Das Feld“
Bei zahllosen Besuchen der Gräber meiner Verwandten auf unserem Friedhof in den letzten Jahren und bei unzähligen Beerdigungen, die ich als Pfarrer leitete, in den letzten beiden Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts habe mich oft gefragt, was wohl all die Toten um mich herum erzählen würden, wenn sie auf ihr Leben nach einiger Distanz von wo auch immer zurückblicken könnten. Zu Beginn des neuen kleinen Romans von Robert Seethaler, der gleich nach seinem Erscheinen die Bestsellerlisten anführt, sitzt ein alter Mann auf seiner Bank auf dem Friedhof des erdachten Städtchens Paulstadt. Immer sitzt er da und hat sehr oft den Eindruck, die Toten würden ihm ihre Geschichten einflüstern. Und Robert Seethaler lässt sie erzählen. Oft sind es nur wenige Sätze, manchmal bedrückende Lebensgeschichten. Da ist der depressive Pfarrer, der eines Tages die Kirche anzündet und dabei umkommt. Viele andere Tote nehmen in ihren Berichten auf dieses unglaubliche Geschehen Bezug, von dem ganz Paulstadt noch sehr lange spricht. Da ist die Frau, die 67 Männer hatte, aber nur einen wirklich liebte. Die Frau, die an ihren dicken Mann denkt, mit dem sie viel Spaß hatte, auch im Bett und die einfach glücklich war mit ihm. Die vielen kleinen Porträts verweben sich mit der Zeit miteinander und deutlich wird so etwas wie eine kleine Sozialgeschichte einer kleinen Stadt mit all ihren Geheimnissen und kleinen und großen Geschichten. Egal, was die Toten über ihr Leben zu sagen haben: Robert Seethaler konfrontiert mit ihren Erzählungen den Leser mit existentiellen Fragen: Was macht eigentlich ein Leben aus? Was macht mein Leben aus? Wann kann man am Ende des Lebens sagen, man habe gut gelebt? Gibt es überhaupt so etwas wie ein gutes Leben, wenn es doch früher oder später mit dem Tod endet, ein Tod, der in vielen Geschichten quälend gekommen ist und für nicht wenige eine Erlösung war. Robert Seethalers Buch, in dem 29 Tote auf ihr Leben zurückblicken, übt je länger je mehr einen regelrechten Sog aus auf den Leser, weil er sie so lebendig schildern lässt, was ihr Leben ausmachte. Sehr tröstlich ist, dass die meisten Erzähler ihren Tod relativ gelassen nehmen. Einer drückt das so aus: Im Grunde genommen verstehe ich ja nichts von der Liebe, und vom Leben weiß ich nur, dass man es zu leben hat. Aber immerhin habe ich jetzt vom Sterben eine Ahnung: Es beendet die Sehnsucht, und wenn man stillhält, tut es gar nicht weh. Ein dichter, poetischer und philosophischer Roman, der die literarische Qualität seines Vorgängers bestätigt.
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