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Der Astronom und die Hexe

Johannes Kepler und seine Zeit. Originaltitel: The Astron…
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Produktdetails

Titel: Der Astronom und die Hexe
Autor/en: Ulinka Rublack

ISBN: 3608981268
EAN: 9783608981261
Johannes Kepler und seine Zeit.
Originaltitel: The Astronomer and the Witch. Johannes Kepler's Fight for his Mother.
4. Druckaufl.
Karten und Abbildungen s/w.
Übersetzt von Hainer Kober
Klett-Cotta Verlag

27. Oktober 2018 - gebunden - 409 Seiten

Keplers Kampf um seine Mutter - ein historisches Familiendrama zwischen Hexenverfolgung und moderner Wissenschaft

Deutschland, 1615. Die Mutter des berühmten Astronomen Johannes Kepler wird als Hexe angeklagt. Vor der faszinierenden Kulisse einer Welt im Wandel zwischen Magie und Naturwissenschaft beschreibt Rublack fesselnd und bewegend, wie der Vorwurf der Hexerei Familien entzweite.

Die Entdeckung der ellipsenförmigen Umlaufbahnen der Planeten machte Johannes Kepler zum Mitbegründer der modernen Wissenschaft. Ulinka Rublack entfaltet auf Basis einer einzigartigen Quellenlage eine weitaus weniger bekannte Episode in Keplers Biographie: Im Jahr 1615 wird seine verwitwete Mutter der Hexerei bezichtigt und angeklagt. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere übernimmt Kepler ihre Verteidigung vor Gericht und kämpft für ihre Freisprechung. Was bedeutet der Vorwurf der Hexerei für die Beschuldigten und ihre Angehörigen in einer Welt, in der Volksglaube und Wissenschaft nebeneinander existieren? So ergreifend wie schockierend zeugt Rublacks souveräner Bericht von einer Epoche, die sich hundert Jahre nach der Reformation und an der Schwelle zum Dreißigjährigen Krieg im Aufbruch befindet - zwischen vernunftgeleiteter Moderne und dem Terror der Hexenverfolgung.
Ulinka Rublack, geboren 1967 in Tübingen, lehrt seit 1996 Europäische Geschichte der Frühen Neuzeit am St John's College in Cambridge. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Genderstudien, Materialitätsgeschichte und Fragen der kulturellen Identität. Neben eigenen Büchern schreibt die Mitbegründerin des Cambridge Center for Gender Studies für »Die Zeit« und ist Fellow der British Academy.
"Ein klarsichtiges, niemals reißerisches Buch, das sich streng an den Quellen orientiert."
Freie Presse, 15.02.2019

"Die Historikerin Ulinka Rublack hat mit "Der Astronom und die Hexe" ein bewegendes Buch im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Aberglaube geschrieben. [...] Ein klarsichtiges, niemals reißerisches Buch, das sich streng an den Quellen orientiert."
Hamburger Abendblatt, 12.02.2019

"Das lehrreiche und intelligente Buch ist sehr eingängig geschrieben und lädt dazu ein, sich mit diesen fernen und oftmals fremden Zeiten näher zu beschäftigen."
Heike Talkenberger, Damals, Ausgabe 2/2019

""Der Astronom und die Hexe" gehört ohne Übertreibung zu den lehrreichsten, spannendsten, lesenswertesten historischen Sachbüchern der letzten Jahrzehnte. Denn Rublack erweist sich hier nicht nur als exzellente Kennerin und Interpretin der Quellen, sondern auch als meisterhafte Erzählerin."
Olaf Schmidt, Der Sonntag, 13.01.2019

"Rublack schildert [...] nicht nur dieses bewegende historische
Familiendrama, sondern zeichnet in prägnanten Exkursen das Sittenbild
einer Gesellschaft, die an der Schwelle zu einer vernunftgeleiteten,
aufgeklärten Epoche steht"
Anja Leuschner, Zeit Wissen, Januar/Februar 2019

"Ulinka Rublack [...] schafft mit der vorliegenden exemplarischen Zeitreise zu Aufbruch und Abgründen einer Zeitenwende ein Meisterwerk historischer Spannung und Vermittlung, das an den großen Namen Umberto Eco erinnert"
Walter Pobasching, Literatur Outdoors, 13.12.2018

"Es sind diese sich langsam verschiebenden Grenzen einer Gesellschaft im Umbruch, denen Rublack von Kapitel zu Kapitel nachgeht - so dass sich die einzelnen Aspekte des Leonberger Falls allmählich zum Panorama einer ganzen Epoche zusammensetzen"
Claudia Mäder, Neue Züricher Zeitung, 07.12.2018

"So verschwimmen in diesem beeindruckenden Buch wie in der von ihm beschriebenen Epoche dauernd die Grenzen - was gut und was schlecht ist, kann plötzlich ändern, vom kleinsten Dorf kommt man unvermittelt zu den größten Fragen der Zeit, und aus einer Mikrogeschichte erwächst maximale Erkenntnis"
Claudia Mäder, Neue Züricher Zeitung, 07.12.2018

"Die Autorin versteht es, den Lesern ein Gefühl für die Denkweise und sozialen Umstände im Mitteleuropa des 17. Jahrhunderts zu vermitteln. Sie zeigt, wie in dem damaligen Spannungsverhältnis zwischen neuen Erkenntnissen und tief verwurzeltem Aberglaube allmählich die empirische Wissenschaft entstand"
Thorsten Naeser, spektrum.de, 01.12.2018

"Ulinka Rublack erzählt filmreif, warum der Astronom Johannes Kepler vor 400 Jahren seine Mutter vor Gericht verteidigte [...] Beim Lesen meint man die Stimmen der Hauptfiguren sprechen zu hören."
Elisabeth von Thadden, Die Zeit, 22.11.2018

"Ausgiebig beleuchtet Ulinka Rublack die Familie Kepler und deren Umgang mit der Anklage. Ebenso plastisch nimmt sie die Lebensumstände der Menschen um 1600 in Leonberg und Umgebung in den Blick. Dabei rücken die Beziehungsgeflechte der beteiligten Personen ebenso in ihren Fokus wie das Bild alter Frauen in der damaligen Gesellschaft, der Stellenwert von Alchemie und Kräuterkunde, die verschiedenen Rechtsauffassungen zum Umgang mit "Hexen" oder Keplers Karriere als Gelehrter."
Gerrit Stratman, Deutschlandfunk Kultur, 09.11.2018

"Rublack baut [...] ihr Werk wie einen Kriminalroman auf; sie verrät erst am Ende, wie der Prozess ausging. Zum anderen nutzt die Autorin die Hexenanklage, um ein ganzes Panoptikum des 17. Jahrhunderts aufzufächern und das Sittengemälde einer Gesellschaft zu zeichnen, die im beginnenden 30-jährigen Krieg ins Chaos schlitterte."
Thomas Fallin, Stuttgarter Zeitung, 13.11.2018

"Rublack dokumentiert den Prozess, in dem der Sohn [Johannes Kepler] die Verteidigung unternimmt. Sie präsentiert ihn gekonnt im Spannungsfeld seines Denkens und des Aberglaubens der Leute - nicht unähnlich unserer Zeit von Wissenschaftsskepsis und Verschwörungstheorien."
Daniel Arne
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