Am 24. 11. 1919 bricht Alma Karlin zu ihrer Weltreise auf, die sie in den folgenden acht Jahren durch fu nf Kontinente fu hren sollte. Durch ihre Reiseerlebnisbu cher, die sie nach ihrer Heimkehr nach Cilli (slowenisch Celje) verfasst, wird sie zu einer der beru hmtesten und meistbewunderten europäischen Reiseschriftstellerinnen.
In "Einsame Weltreise" beschreibt Karlin die ersten vier Jahren ihrer Weltumrundung. Von Europa aus fährt sie ihre Schreibmaschine "Erika" im Gepäck nach Su damerika, von dort weiter u ber Kalifornien und Hawaii nach Japan, dem erklärten Ziel ihrer Reise, und nach China. Das erste Reisebuch endet mit Karlins Aufenthalt in Hongkong. "Mein Bericht ist indessen nicht allein ein Anfu hren von Blumen, die ich gemalt und Häusern, die ich bewohnt, oder Ländern, die ich bereist habe, sondern er zeigt auch die Wirkung, die eine solche Reise auf das Gemu t einer Frau ausu bt."
Im Gegensatz zu anderen Reisenden finanziert sie ihre Weltreise als Dolmetscherin und Sprachlehrerin und lebt in einfachen Unterku nften abseits der damals fu r Europäer u blichen Ziele. Ihr ironisch-kritischer Ton und ihr Blick fu r den Alltag und die sozialen Gefu ge der von ihr besuchten Länder zeichnen Karlins Reisebuch aus.