Der amerikanische 'Alien Tort Claims Act' (ATCA) wurde nach seinem Inkrafttreten im Jahr 1789 zunächst wenig beachtet. Durch die bahnbrechende Entscheidung Filartiga v. Pena-Irala gewann der ATCA jedoch unerwartet Bedeutung für die Geltendmachung internationaler Menschenrechte vor amerikanischen Bundesgerichten. Seit den 1980er-Jahren bildet das Gesetz die Grundlage einer Reihe umstrittener und vielseitig diskutierter Gerichtsentscheidungen. Inga Meyer beleuchtet die komplexen Hintergründe und Zusammenhänge der ATCA-Gerichtsbarkeit. Sie legt die historischen Hintergründe dar und analysiert richtungsweisende Gerichtsurteile. Sie untersucht zentral die mögliche Rechtmäßigkeit von ATCA-Klagen aus völkerrechtlicher Perspektive, bevor sie das Gesetz und seine Anwendung aus Sicht der amerikanischen Exekutive und ihrer Außenpolitik hinterfragt.
Geboren 1982; Studium der Regionalwissenschaften Nordamerikas mit den Nebenfächern Medienwissenschaften und Völkerrecht in Bonn und Madison, WI, U. S. A. ; Programmkoordinatorin der Transatlantic Summer Academy an der Universität Bonn; Program Manager Hessische Internationale Sommer- und Winteruniversität und Koordinatorin Chinaqualifikationsprogramm an der Universität Kassel; Programmkoordinatorin Dezernat Internationales an der Universität Bonn; 2016 Promotion; Project Manager im Legal Education Cluster der Singapore Academy of Law (SAL) in Singapur, seit 2018 Leiterin der Personalentwicklung bei der AKDB in München.