Das Buch "Katzenmord am Brahmsee" von Dagmar Schmidt ist ein sehr angenehm zu lesender Cosycrime, bei dem mich die sehr realistisch dargestellten Tierarztszenen, fasziniert haben. Daneben sind es vor allem die liebevollen Figuren, die den Leser mitnehmen und mitfiebern lassen. Konflikte in der Partnerschaft und mit Nachbarn, wie sie jeder kennt, bereichern sie Geschichte.
Und worum geht es jetzt? Die Tierärztin Isa will den Tod ihres Katers aufklären, der brutal getötet wurde. Das löst erst einmal ein Schulterzucken beim Leser aus. Wie? Kein Mord an einem Menschen? Aber die Autorin schafft es, diese vermeintlich "kleine" Tat so in den Fokus des Lesers zu bringen, daß man sich intensiv mit dieser Tierquälerei beschäftigt. Das hat mir gut gefallen.
Und so beteiligen sich viele Anwohner und Bekannte an der "Mördersuche" und das ist mit viel Lokalkolorit, sehr nachvollziehbar beschrieben. Es werden Unschuldige verdächtigt und Schuldige übersehen, ganz so wie es ein soll. Und zu guter Letzt wird der "Kartzenmörder" auch gefunden.
Mit hat das Buch wirklich gut gefallen, obwohl ich eigentlich eher auf Thriller stehe. Das alleine ist für mich eine Empfehlung wert und ich vergebe volle fünf Sterne.